Trockene Haut entsteht, wenn der Feuchtigkeitsgehalt der Haut abnimmt. Das ist bei vielen Menschen zeitweise normal. Nachfolgend finden Sie häufige Ursachen, typische Hinweise, praktische Pflegeempfehlungen und Informationen zur fachärztlichen Abklärung.
Häufige Ursachen
Trockene Haut wird oft durch klimatische Bedingungen wie kalte, trockene Luft oder durch häufiges Waschen mit heißem Wasser und aggressiven Reinigungsmitteln ausgelöst, die die Hautbarriere schädigen. Mit zunehmendem Alter nimmt die natürliche Talgproduktion ab; außerdem können chronische Hauterkrankungen (z. B. atopische Dermatitis oder Psoriasis) sowie systemische Erkrankungen zur Trockenheit beitragen. Bestimmte Lebensgewohnheiten und vergangene Infektionen können den Zustand verschlechtern. Anhaltende oder atypische Trockenheit sollte ärztlich abgeklärt werden.
Woran Sie trockene Haut erkennen
Typische Zeichen sind Spannungsgefühl, feine Schuppenbildung, leichte Rötung und gelegentlicher Juckreiz. In schwereren Fällen können Risse, Verhärtungen oder Blutungen auftreten – solche Hautläsionen bergen ein Infektionsrisiko. Häufig betroffen sind Hände, Arme und Beine, doch jede Körperregion kann betroffen sein. Bei ausgeprägter Rötung, starken Schmerzen, Eiterbildung, Fieber oder rascher Verschlechterung suchen Sie bitte umgehend medizinische Hilfe.
Pflege im Alltag und lebensstilbedingte Tipps
Schützen Sie die Hautbarriere durch kurze, lauwarme Duschen und milde, pH-neutrale Reinigungsprodukte. Tragen Sie nach dem Duschen eine rückfettende Creme auf die noch leicht feuchte Haut auf und wiederholen Sie die Anwendung bei Bedarf. Vermeiden Sie kratzige Synthetikstoffe und bevorzugen Sie Baumwolle. Ein Luftbefeuchter bei trockener Raumluft, Sonnenschutz und Handschuhe bei Reinigungsarbeiten unterstützen die Haut. Diese Hinweise sind allgemeiner Natur; individuelle Empfehlungen gibt ein Arzt.
Wann zum Facharzt?
Besteht die Trockenheit trotz Maßnahmen weiterhin, tritt starker Juckreiz auf, sind großflächige Hautveränderungen vorhanden oder zeigen sich offene, nässende Stellen, ist eine Vorstellung in der Dermatologie sinnvoll. Die Hausärztin/der Hausarzt kann erste Schritte einleiten und bei Verdacht auf Infektionen andere Fachrichtungen wie Infektionskrankheiten und klinische Mikrobiologie hinzuziehen. Bei schwerem oder rasch fortschreitendem Krankheitsbild gehen Sie bitte in die Notaufnahme.