Verminderte Libido bedeutet eine Verringerung des sexuellen Verlangens. Verschiedene körperliche, psychische und lebensstilbedingte Faktoren können beteiligt sein. Diese Seite bietet allgemeine Hinweise zu möglichen Ursachen, welche Fachärzte konsultiert werden können und wie die Abklärung meist verläuft. Für individuelle Diagnosen und Behandlungen wenden Sie sich an medizinisches Fachpersonal.
Mögliche Ursachen
Ein Rückgang des sexuellen Verlangens hat oft mehrere Ursachen: hormonelle Veränderungen, chronische Erkrankungen (z. B. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen), Nebenwirkungen von Medikamenten, psychische Faktoren wie Stress, Depression oder Angststörungen, Beziehungsprobleme sowie Lebensstilfaktoren (z. B. Schlafmangel, übermäßiger Alkoholkonsum, mangelnde körperliche Aktivität). Häufig liegen mehrere Einflussfaktoren gleichzeitig vor.
Welche Fachrichtungen sind zuständig?
Die Erstvorstellung erfolgt meist in der Hausarztpraxis. Je nach Befund können Endokrinologie (hormonelle Ursachen), Psychiatrie oder Psychologie (psychische Aspekte, Sexualtherapie), Gynäkologie oder Urologie (körperliche Ursachen der Sexualfunktion) sowie spezialisierte Sexualmedizinische Zentren und Paartherapeuten hinzugezogen werden.
Ablauf der Abklärung
Die Abklärung beginnt mit einer ausführlichen Anamnese zu Schlaf, Stress, Partnerschaft, Medikamenten und Begleiterkrankungen. Körperliche Untersuchung und, falls angezeigt, labordiagnostische Tests zur Beurteilung des Allgemeinzustands und Hormonstatus können folgen. Eine psychische Beurteilung ist oft entscheidend, um psychologische Einflussgrößen zu erkennen und die geeignete Weiterbehandlung zu planen.
Lebensstil und unterstützende Maßnahmen
Maßnahmen wie ausreichender Schlaf, regelmäßige körperliche Aktivität, Einschränkung von Alkohol und Tabak sowie Stressbewältigung können das sexuelle Verlangen positiv beeinflussen. Paartherapie, Sexualberatung oder sexuelle Aufklärung bieten ergänzende Unterstützung. Dies sind allgemeine Hinweise; bei akuten Warnzeichen wie starken Brustschmerzen, Ohnmachtsanfällen oder schweren depressiven Symptomen mit Suizidgedanken sollten Betroffene sofort Notfallversorgung aufsuchen.