Erbrechen (Emesis): Was Sie wissen sollten

Erbrechen ist die aktive Auswurfbewegung des Mageninhalts durch den Mund. Es kann in jedem Lebensalter auftreten und vielfältige Ursachen haben. Nachfolgend finden Sie Definition, häufige Auslöser, Warnzeichen, Hinweise zur Erstbeurteilung und Orientierung zu beteiligten Fachrichtungen. Diese Angaben dienen der Information und ersetzen keine ärztliche Untersuchung.

Was ist Erbrechen und wie entsteht es?

Erbrechen ist ein komplexer Reflex, an dem das zentrale Nervensystem und der Verdauungstrakt beteiligt sind. Häufig geht Übelkeit voraus, doch nicht jede Übelkeit führt zu Erbrechen. Es unterscheidet sich von regurgitativer Rückflusserscheinung, da Erbrechen aktive Muskelkontraktionen zur Folge hat.

Häufige Ursachen

Zu den häufigsten Ursachen zählen Magen-Darm-Infektionen und Lebensmittelvergiftungen, Störungen des Gleichgewichtsorgans (Innenohr), Migräne, Nebenwirkungen von Medikamenten, hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft, Stoffwechselstörungen und in manchen Fällen mechanische Ursachen wie Darmverschluss.

Wann ist eine sofortige Untersuchung nötig?

Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe, wenn das Erbrechen anhaltend ist, mit Bewusstseinsstörungen einhergeht, Blut im Erbrochenen sichtbar ist oder es nach einem Kopftrauma auftritt. Ebenso sind starke Bauch- oder Brustschmerzen, hohes Fieber oder bei Säuglingen/Kindern deutliche Dehydratationszeichen Grund für eine dringende Vorstellung.

Welche Fachrichtungen sind zuständig und wie erfolgt die Erstbeurteilung?

Die Erstbeurteilung erfolgt meist hausärztlich oder in der Notaufnahme. Dort werden Anamnese und körperliche Untersuchung durchgeführt; bei Bedarf werden Basislaborwerte oder bildgebende Verfahren angeordnet. Je nach Befund kann eine Weiterüberweisung an Gastroenterologie, Pädiatrie, Infektiologie, Neurologie oder Gynäkologie erfolgen.

Besondere Patientengruppen: Kinder, Schwangere und ältere Menschen

Kinder, Schwangere und ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Flüssigkeits‑ und Elektrolytstörungen durch häufiges Erbrechen. In der Schwangerschaft sind Übelkeit und Erbrechen häufig, bei ausgeprägtem Gewichtsverlust oder starker Beeinträchtigung ist eine fachärztliche Abklärung wichtig. Bei Kindern erhöht die Kombination von Erbrechen und Durchfall das Risiko einer Dehydratation.

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