Die Abteilung für Infektionskrankheiten und klinische Mikrobiologie beschäftigt sich mit Ursachen, Diagnostik, Nachverfolgung und Prävention durch Mikroorganismen. Diese Seite fasst Erkenntnisse aus 139 häufig gestellten Fragen zusammen: typische Beschwerden, übliche Untersuchungen, Schutzmaßnahmen und das Thema antimikrobielle Resistenz. Bei akuten Notfallsymptomen suchen Sie bitte sofort die Notaufnahme auf.
Wann sollte man eine Facharztpraxis aufsuchen?
Infektiologen werden bei anhaltendem oder hohem Fieber, wiederkehrenden Infektionen, plötzlicher Verschlechterung der Atmung, starken Bauchschmerzen oder Durchfall, sich rasch ausbreitenden Hautrötungen, Wundinfektionen sowie bei Verdacht auf Meningitis oder Blutstrominfektionen konsultiert. Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder kurz nach Operationen/mit Kathetern benötigen oft schnellere Abklärung. Bei Atemnot, Bewusstseinsstörung, sehr hohem Fieber oder starken Schmerzen ist sofortige Notfallversorgung nötig.
Diagnostik: Labor, Bildgebung und klinische Beurteilung
Die klinisch-mikrobiologische Diagnostik umfasst Blut-, Urin-, Sputum- oder Wundkulturen, molekulare Tests wie PCR und Serologien. Bildgebende Verfahren werden bei Bedarf ergänzend eingesetzt. Resistenzprüfungen (Antibiogramm) zeigen, welche Wirkstoffe wahrscheinlich wirksam sind. Ergebnisse werden stets im klinischen Kontext bewertet.
Übertragung, Schutzmaßnahmen und Impfungen
Infektionen werden über direkten Kontakt, Tröpfchen, Aerosole, kontaminierte Lebensmittel oder Wasser übertragen. Regelmäßiges Händewaschen, Husten- und Niesetikette, hygienische Lebensmittelzubereitung und Wundversorgung verringern das Risiko. Impfungen bieten spezifischen Schutz und sind besonders für Risikogruppen wichtig. In Krankenhäusern verhindern Infektionskontrollmaßnahmen (Isolation, Händehygiene, Sterilisation) die Ausbreitung.
Antimikrobielle Resistenz und verantwortungsvoller Einsatz
Unsachgemäßer Einsatz von Antibiotika fördert Resistenzentwicklung und erschwert die Behandlung. Vor Beginn einer antimikrobiellen Therapie sollten geeignete diagnostische Schritte und ärztliche Beratung erfolgen. Das Teilen von Medikamenten oder die Selbstmedikation sind zu vermeiden. Krankenhausinterne Stewardship-Programme steuern und optimieren den Einsatz antimikrobieller Mittel.