Tränende Augen (Epiphora)

Tränende Augen zeigen sich als anhaltender oder wiederkehrender Tränenfluss und kommen bei Kindern wie Erwachsenen häufig vor. Ursachen reichen von Reizungen der Augenoberfläche bis zu Störungen der Tränenableitung. Nachfolgend finden Sie Hinweise zu typischen Ursachen, worauf die Untersuchung abzielt und wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.

Häufige Ursachen und zugrundeliegende Mechanismen

Überschüssige Tränen können durch verschiedene Mechanismen entstehen: Reizung der Binde- oder Hornhaut (Allergene, Wind, Rauch), Konjunktivitis oder andere Entzündungen, Verengung oder Verschluss des Tränenkanals, Lidfehlstellungen (Ektropium, Entropium), Probleme mit Kontaktlinsen sowie systemische Ursachen. Alterung, vorherige Verletzungen oder Operationen können die Ableitung ebenfalls beeinträchtigen.

Was wird in der Untersuchung geprüft?

Der Arzt erfragt Beginn und Verlauf, ob ein oder beide Augen betroffen sind und Begleitsymptome (Schmerz, Rötung, Sekret, Sehveränderungen). Bei der Untersuchung werden Lidstellung, Augenoberfläche und Bindehaut beurteilt; bei Bedarf folgen Tests zur Durchgängigkeit der Tränenwege (von einfachen Tupfertests bis zur Spülung) und Färbetests zur Beurteilung der Hornhaut.

Welche Fachrichtung ist zuständig?

Die Augenheilkunde (Ophthalmologie) ist die primäre Anlaufstelle zur Beurteilung von tränenden Augen und Störungen der Tränenableitung. Die Hausarztpraxis kann erste Abklärung und Behandlung einfacher Reizungen übernehmen und bei Bedarf an die Ophthalmologie überweisen. Bei begleitenden Hautveränderungen, ausgedehnter Infektion oder allergischem Geschehen ist eine interdisziplinäre Abstimmung möglich.

Warnzeichen und dringender Handlungsbedarf

Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe, wenn starke Augenschmerzen, plötzlicher Sehverlust, ausgeprägte Schwellung im Augenbereich, hohes Fieber oder Auftreten nach einem Trauma auftreten. Solche Symptome können die Sehkraft gefährden und erfordern zügige Untersuchung.

Alltagstipps zur Symptomlinderung

Regelmäßiges Händewaschen, das Vermeiden des Augenreibens, korrekte Pflege von Kontaktlinsen und das Minimieren von Reizstoffen (Staub, Rauch, Pollen) helfen oft. Vorsichtige Lidrandhygiene und warme Kompressen bei mäßigem Sekret können Erleichterung bringen; anhaltende oder wiederkehrende Beschwerden sollten ophthalmologisch abgeklärt werden.

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