Fieber bedeutet eine Erhöhung der Körpertemperatur über den normalen Bereich. Es ist ein Symptom, das häufig bei Infektionen auftritt, aber auch bei entzündlichen Erkrankungen, Arzneimittelreaktionen oder anderen Ursachen vorkommen kann. Die Beurteilung richtet sich nach Alter, Begleitsymptomen und Messmethode.
Häufige Ursachen
Am häufigsten stehen virale oder bakterielle Infektionen hinter Fieber. Weitere Ursachen können autoimmune oder entzündliche Erkrankungen, Medikamentenreaktionen, starke körperliche Belastung oder hitzebedingte Störungen sein. Bei chronischen Erkrankungen kann Fieber schleichend auftreten; deshalb sollten begleitende Beschwerden wie Husten, Harnwegssymptome, Hautausschlag oder Gelenkschmerzen berücksichtigt werden.
Temperaturmessung und Richtwerte
Gängige Messmethoden sind oral, axillär (unter der Achsel) und rektal; bei kleinen Kindern gilt die rektale Messung als besonders zuverlässig. Bei Erwachsenen wird oft ab 38 °C von Fieber gesprochen, die Grenzwerte hängen aber von der Messmethode ab. Verwenden Sie zur Verlaufskontrolle dasselbe Messverfahren und Gerät.
Unterstützende Maßnahmen zuhause
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Ruhe, leichte Kleidung und eine angenehme Raumtemperatur lindern Beschwerden. Vermeiden Sie extreme Abkühlungs- oder Überhitzungsmaßnahmen und achten Sie auf das allgemeine Befinden. Solche Maßnahmen dienen der Linderung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung, wenn diese angezeigt ist.
Wann ärztliche Hilfe oder Notfallversorgung nötig ist
Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn Fieber mit schwerer Atemnot, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen, anhaltendem Erbrechen, starken Bauchschmerzen, Nackensteifigkeit oder sich ausbreitendem, blutunterlaufenem Ausschlag einhergeht. Bei Säuglingen unter 3 Monaten ist eine rasche Abklärung erforderlich. Im Zweifel kontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder den Notdienst.