Erhöhtes direktes Bilirubin kann auftreten, wenn die Ausscheidung über die Galle bei Leber- oder Gallenwegserkrankungen beeinträchtigt ist.
Testübersicht
Testname
Direktes Bilirubin
Abkürzungen
DBIL, Conjugated Bilirubin
Kategorie
Hepatology / Bilirubin Metabolism
Panel
Fractionated Bilirubin / Liver Function
Probenmaterial
Serum / plasma
Übliche Einheiten
mg/dL, µmol/L
Was misst der Test?
Misst die konjugierte Bilirubinfraktion im Blut, nachdem Bilirubin in der Leber verarbeitet wurde.
Warum wird der Test durchgeführt?
Wird zur Aufteilung eines erhöhten Gesamtbilirubins und zur Einordnung hepatobiliärer Muster verwendet.
Informationen zu einem niedrigen Ergebnis
Niedriges direktes Bilirubin ist meist unproblematisch.
Informationen zu einem hohen Ergebnis
Erhöhtes direktes Bilirubin kann auftreten, wenn die Ausscheidung über die Galle bei Leber- oder Gallenwegserkrankungen beeinträchtigt ist.
Referenz- und klinischer Kontext
Vorrangig sind Referenzbereich, Einheit und Probenbedingungen des untersuchenden Labors. Zahlenangaben auf dieser Seite sind als belegte Beispielbereiche oder klinische Schwellen hinterlegt.
Referenzbereich 1
< 0,3 mg/dL
Population
Adults
Altersbereich
18
Probenmaterial
Serum / plasma
Beispiel-Obergrenze für direktes Bilirubin
Die Quelle nennt diese Werte als üblichen Beispiel-Referenzbereich. Labor, Methode, Alter und klinischer Kontext können den Bereich verändern; der eigene Laborbericht hat Vorrang.
Referenzbereiche können je nach Labor, verwendeter Methode, Alter, Geschlecht, Schwangerschaftsstatus und klinischem Kontext variieren. Der Referenzbereich in Ihrem eigenen Laborbericht hat Vorrang.
Hinweise zur Interpretation
Direktes Bilirubin sollte mit Gesamtbilirubin und weiteren Leberwerten beurteilt werden und ist allein nicht diagnostisch.
Zugehörige Fachgebiete
Gastroenterologie
Innere Medizin
Kinderheilkunde
Häufig gestellte Fragen
Nein. Laborwerte werden zusammen mit Beschwerden, Vorgeschichte, Probenbedingungen und weiteren Tests beurteilt.
Zunächst gilt der Referenzbereich des untersuchenden Labors; klinische Grenzwerte sind gesondert belegte Schwellen für einen bestimmten Zweck.
Deutlich abweichende, wiederholte, symptomatische oder unerwartete Ergebnisse sollten medizinisch beurteilt werden.