Ein positives/reaktives Anti-HCV kann eine frühere oder aktuelle HCV-Infektion widerspiegeln; zur Bestimmung einer aktuellen Infektion ist HCV-RNA nötig.
Testübersicht
Testname
Anti-HCV
Abkürzungen
anti-HCV, HCV Ab
Kategorie
Infectious Disease / Hepatology
Panel
Hepatitis C Screening
Probenmaterial
Serum / plasma
Übliche Einheiten
qualitative, index
Was misst der Test?
Anti-HCV prüft auf Antikörper gegen das Hepatitis-C-Virus im Blut.
Warum wird der Test durchgeführt?
Anti-HCV wird als initialer Screening-Test auf HCV-Infektion eingesetzt.
Informationen zu einem niedrigen Ergebnis
Ein negatives/nicht reaktives Anti-HCV bedeutet meist, dass keine HCV-Antikörper nachgewiesen wurden; bei kürzlicher Exposition ist das diagnostische Fenster zu beachten.
Informationen zu einem hohen Ergebnis
Ein positives/reaktives Anti-HCV kann eine frühere oder aktuelle HCV-Infektion widerspiegeln; zur Bestimmung einer aktuellen Infektion ist HCV-RNA nötig.
Referenz- und klinischer Kontext
Vorrangig sollten Referenz- bzw. Entscheidungsbereich, Messmethode, Probenart und Einheit des untersuchenden Labors berücksichtigt werden. Ein einzelner Wert stellt meist keine Diagnose.
Referenzbereich 1
Population
General screening context
Probenmaterial
Serum / plasma
Methode
Antibody assay
Belegter Referenz-/Entscheidungskontext für Anti-HCV
Dies ist eine belegte Referenz- oder Kontextinformation; der eigene Laborbericht, die Testmethode und der klinische Kontext haben Vorrang.
Referenzbereiche können je nach Labor, verwendeter Methode, Alter, Geschlecht, Schwangerschaftsstatus und klinischem Kontext variieren. Der Referenzbereich in Ihrem eigenen Laborbericht hat Vorrang.
Hinweise zur Interpretation
Ein HCV-Antikörpertest bestätigt eine aktive Infektion nicht allein; ein reaktives Ergebnis wird mit HCV-RNA weiter abgeklärt.
Zugehörige Fachgebiete
Infektiologie
Gastroenterologie
Innere Medizin
Häufig gestellte Fragen
Nein. Der Befund sollte zusammen mit Beschwerden, Krankengeschichte, Messmethode und verwandten Tests beurteilt werden.
Vorrangig gilt der Referenz- oder Entscheidungsbereich und die Messmethode des untersuchenden Labors.
Reaktive/positive, deutlich auffällige, anhaltende oder symptombezogene Befunde sollten medizinisch beurteilt werden.