Gallensteine sind feste Ablagerungen, die sich in der Gallenblase oder in den Gallenwegen bilden können. Viele Betroffene haben keine Beschwerden; andere berichten über Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen oder Gelbfärbung der Haut/ Augen. Im Folgenden werden Entstehung, typische Symptome, gängige Untersuchungen und Hinweise, wann eine Notfallbeurteilung oder fachärztliche Zuweisung sinnvoll ist, zusammengefasst.
Entstehung und Risikofaktoren
Gallensteine entstehen häufig durch ein Ungleichgewicht von Bestandteilen der Gallenflüssigkeit wie Cholesterin oder Bilirubin. Zu den Risikofaktoren zählen höheres Alter, weibliche Hormone, Übergewicht, schneller Gewichtsverlust, familiäre Veranlagung und chronische Hämolyse. Viele Steine bleiben klein und verursachen keine Beschwerden.
Symptome und Notfallsignale
Typische Beschwerden sind Schmerzen im rechten oberen oder mittleren Oberbauch, Übelkeit und Völlegefühl. Schmerzen können in Rücken oder rechten Schulterbereich ausstrahlen. Warnzeichen für eine dringende Untersuchung sind anhaltende starke Bauchschmerzen, hohes Fieber mit Schüttelfrost, Gelbsucht (gelbe Haut/ Augen) oder anhaltendes Erbrechen; in diesen Fällen sollte eine Notfallstation aufgesucht werden.
Diagnostik und übliche Untersuchungen
Die abdominale Ultraschalluntersuchung ist die häufigste Methode zur Erkennung von Gallensteinen. Bluttests liefern Informationen zur Leber- und Gallengangsfunktion; in speziellen Fällen sind weiterführende Bildgebung oder endoskopische Verfahren sinnvoll. Hausärzte oder Internisten übernehmen meist die Erstabklärung.
An welchen Facharzt wenden?
Die Erstuntersuchung erfolgt in der Regel beim Hausarzt oder in der Inneren Medizin; bei anhaltenden Beschwerden oder komplizierten Befunden ist eine Überweisung zu Gastroenterologie oder Allgemein-/Hepatobiliärer Chirurgie angezeigt. Bei Notfallsymptomen ist die Vorstellung in der Notaufnahme angebracht.
Lebensstil und Risikoverminderung
Eine vollständige Vermeidung von Gallensteinen ist nicht immer möglich. Maßnahmen wie Gewichtskontrolle, eine ausgewogene Ernährung und das Vermeiden sehr schneller Gewichtsabnahme können das Risiko verringern. Empfehlungen zu speziellen Diäten oder Nahrungsergänzungen sollten mit einem Arzt besprochen werden.