Harninkontinenz

Harninkontinenz bezeichnet den ungewollten Harnverlust und ist ein häufiges Beschwerdebild mit unterschiedlichen Ursachen. Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Informationen zu Erscheinungsformen, typischen Abklärungen und möglichen Fachärzten. Bei plötzlichen starken Schmerzen, Unfähigkeit zu urinieren, hohem Fieber oder blutigem Urin suchen Sie bitte dringend ärztliche Hilfe.

Arten der Inkontinenz und typische Beschwerden

Die Inkontinenz zeigt sich z. B. als Belastungsinkontinenz (Verlust bei Husten, Niesen, Lachen oder Heben), Dranginkontinenz (plötzlicher starker Harndrang mit unwillkürlichem Verlust), Mischform, Überlaufinkontinenz (Tropfen durch unvollständige Blasenentleerung) und funktionelle Inkontinenz (Mobilitäts‑ oder kognitive Einschränkungen). Die Symptomatik hilft bei der Einordnung.

Wie erfolgt die Diagnostik?

Die Untersuchung beginnt meist mit Anamnese und körperlicher Untersuchung. Urinstatus und ggf. Urinkultur klären Infektionen oder Blut im Urin. Ein Miktionsprotokoll dokumentiert Flüssigkeitszufuhr, Häufigkeit und Inkontinenzereignisse. Bei Bedarf ergänzen Urodynamik, Flussmessungen oder Ultraschall die Abklärung.

Alltagstipps und unterstützende Maßnahmen

Alltagsmaßnahmen können Beschwerden lindern: Beckenbodenübungen (Kegels) mit korrekter Ausführung, Blasentraining, angepasstes Trinkverhalten und Gewichtsmanagement. Verhaltenstechniken im Alltag tragen ebenfalls zur Besserung bei. Diese Hinweise sind allgemein; für individuelle Empfehlungen konsultieren Sie bitte Fachpersonen.

Welche Fachärzte können helfen?

Beteiligte Fachrichtungen sind Urologie, Gynäkologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation (Beckenbodenrehabilitation), Hausärzte sowie bei Verdacht auf komplizierte Infektionen Infektiologie und klinische Mikrobiologie. Häufig beginnt die Abklärung beim Hausarzt, der je nach Befund weiterverweist.

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