Erektile Dysfunktion (ED) beschreibt die Unfähigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten. Ursache können körperliche, psychische oder gemischte Faktoren sein; diese Seite bietet allgemeine Informationen und Hinweise zur Fachrichtungssuche.
Definition und Häufigkeit
ED kann vorübergehend auftreten oder chronisch werden. Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit, dennoch sind auch jüngere Männer betroffen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, hormonelle Störungen oder neurologische Erkrankungen sind häufig mit einem höheren Risiko verbunden. Diese Übersicht dient der Orientierung; die genaue Abklärung erfolgt durch Fachpersonal.
Mögliche Ursachen und Risikofaktoren
Häufig liegen mehrere Faktoren vor. Dazu zählen vaskuläre Probleme (z. B. Arteriosklerose), diabetische Nervenschädigungen, Hormonstörungen wie niedrige Testosteronwerte, neurologische Erkrankungen, Nebenwirkungen bestimmter Medikamente sowie psychische Belastungen (Angst, Depression, Beziehungsprobleme). Rauchen, starker Alkoholkonsum, Übergewicht und Bewegungsmangel erhöhen ebenfalls das Risiko.
Abklärung: welche Untersuchungen und Fachärzte
Die Erstuntersuchung erfolgt oft beim Hausarzt oder Urologen. Nach Anamnese und klinischer Untersuchung können weitere Überweisungen zu Endokrinologie, Kardiologie oder psychologischer/psychiatrischer Versorgung erfolgen. Die Diagnostik umfasst Gespräch, körperliche Untersuchung und Basislabor; bildgebende oder weiterführende Tests werden bei Bedarf eingesetzt.
Lebensstil, Vorbeugung und Warnzeichen
Positive Effekte auf die sexuelle Gesundheit können durch regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung, Rauchstopp, moderaten Alkoholkonsum und Gewichtskontrolle erzielt werden. Dies ersetzt jedoch keine individuelle medizinische Beratung. Warnzeichen, die eine umgehende medizinische Abklärung erfordern, sind eine schmerzhafte Erektion länger als 4 Stunden (Priapismus) oder das gleichzeitige Auftreten starker Brustschmerzen oder Atemnot — in solchen Fällen sollten Notfalldienste aufgesucht werden.