Ungleiche Pupillen (Anisokorie)

Als Anisokorie bezeichnet man einen deutlichen Unterschied in der Pupillengröße beider Augen. Die Ursachen reichen von harmlosen physiologischen Varianten bis zu Erkrankungen, die Nerven oder das Auge betreffen. Nachfolgend finden Sie Hinweise zu möglichen Ursachen, Warnsymptomen und typischen Schritten der Abklärung.

Mögliche Ursachen

Ungleiche Pupillen können durch eine angeborene, harmlose Unterschiedlichkeit entstehen, aber auch durch Nervenschädigungen, Augenverletzungen, intraokuläre Entzündungen, Medikamente oder neurologische Erkrankungen. Die genaue Anamnese und die klinische Untersuchung sind entscheidend zur Einordnung.

Wann ist sofortige Abklärung nötig?

Plötzlich auftretende Anisokorie oder ein Fortschreiten zusammen mit anderen Symptomen sollte zeitnah beurteilt werden. Alarmzeichen sind plötzlicher Sehverlust, Doppelbilder, starke Kopfschmerzen, Gesichtslähmung, Sprechstörungen, Verwirrung oder starke Gleichgewichtsstörungen. In solchen Fällen ist eine Vorstellung in der Notaufnahme sinnvoll.

Untersuchung und Fachdisziplinen

Die Erstuntersuchung umfasst Pupillengrößenmessung, Lichtreaktion und Augenbewegungen sowie die Erhebung relevanter Vorerkrankungen und Medikation. Meist erfolgt die Weiterbetreuung durch die Augenheilkunde; bei Verdacht auf neurologische Ursachen werden Neurologie und die Notfallmedizin hinzugezogen und gegebenenfalls bildgebende Verfahren veranlasst.

Beobachtung zu Hause und Dokumentation

Sofern keine Warnsymptome vorliegen, kann das Festhalten des Auftretenszeitpunkts, welches Auge betroffen ist und ob sich die Pupille bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen verändert, hilfreich sein. Bei plötzlicher Verschlechterung sollte nicht abgewartet werden.

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