Mundgeschwüre (z. B. Aphthen oder ähnliche Läsionen) können Schmerzen und Beeinträchtigungen beim Essen oder Sprechen verursachen. Diese Seite bietet allgemeine Hinweise zu möglichen Ursachen, typischen Symptomen, wann Sie ärztliche Hilfe suchen sollten und welche Fachrichtungen beteiligt sein können. Keine dieser Angaben ersetzt eine individuelle ärztliche Beratung.
Häufige Ursachen von Mundgeschwüren
Mundgeschwüre entstehen aus verschiedenen Gründen: aphthöse Stomatitis, lokale Traumata durch Zähne, Zahnprothesen oder harte Nahrung, virale Infektionen wie Herpes simplex, Nebenwirkungen von Medikamenten und allergische Reaktionen. Zudem können Nährstoffmängel (Eisen, Vitamin B12, Folsäure) oder systemische Erkrankungen das wiederholte Auftreten fördern.
Symptome und Warnzeichen
Typisch sind runde oder ovale Läsionen mit hellem Zentrum und rotem Rand, oft schmerzhaft besonders beim Essen oder Sprechen. Wenn Ulzerationen sehr groß, zahlreich oder länger als zwei Wochen bestehen, sollte eine fachärztliche Abklärung erfolgen. Suchen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe bei Atem- oder Schluckbeschwerden, hohem Fieber, stark zunehmender Ausbreitung der Läsionen oder unstillbarer Blutung.
Diagnostik und zuständige Fachärzte
Erstkontakt sind meist die Hausarztpraxis oder die Zahnmedizin. Je nach Befund werden Dermatologie, Infektionskrankheiten/klinische Mikrobiologie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie oder Oralmedizin hinzugezogen. Die Diagnostik stützt sich auf die klinische Untersuchung; bei Bedarf kommen Bluttests, mikrobiologische Abstriche oder Biopsien infrage.
Alltagstipps und Vorbeugung
Gute Mundhygiene, Vermeidung von reizenden Speisen, Reduktion von Tabak und Alkohol sowie Stressmanagement können Beschwerden lindern. Bei Verdacht auf Nährstoffmangel besprechen Sie dies mit Hausarzt oder Ernährungsfachkraft. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden ist eine fachärztliche Untersuchung wichtig.