Atemnot im Liegen (zum Beispiel Orthopnoe oder nächtliche plötzliche Atemnot) kann verschiedene Ursachen haben. Nachfolgend finden Sie mögliche Auslöser, gängige Untersuchungen und Hinweise darauf, wann sofortige Hilfe nötig ist. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Untersuchung.
Mögliche Ursachen
Atemnot im Liegen kann kardiologische, pulmonale oder systemische Gründe haben. Kardiologisch sind Herzinsuffizienz und orthopnoe mögliche Ursachen. Pulmonale Faktoren umfassen Asthma-Anfälle, Exazerbationen der COPD oder Lungenödem. Auch obstruktive Schlafapnoe, Übergewicht, gastroösophagealer Reflux, Blutarmut oder Angstzustände können nachts die Atmung beeinträchtigen. Eine genaue Anamnese und Untersuchung helfen, die wahrscheinlichste Ursache einzugrenzen.
Welche Untersuchungen können helfen?
Ärzte beginnen mit Anamnese und körperlicher Untersuchung. Häufig eingesetzte Tests sind Röntgenaufnahme des Thorax, EKG, Echokardiographie, Lungenfunktionsprüfungen und Blutuntersuchungen. Bei Verdacht auf Schlafapnoe können Schlafmessungen (Polysomnographie) empfohlen werden. Diese Befunde dienen der Unterscheidung zwischen Herz‑, Lungen‑ oder anderen Ursachen.
Wann ist es ein Notfall?
Suchen Sie umgehend die Notaufnahme oder rufen Sie den Rettungsdienst, wenn die Atemnot stark ist oder rasch zunimmt, wenn Brustschmerzen, Ohnmachtsgefühl, bläuliche Verfärbung von Lippen/Haut (Zyanose) oder sehr schnelle/unkontrollierte Herzrhythmen auftreten. In solchen Fällen ist sofortige medizinische Versorgung erforderlich.
An welche Fachärzte wenden?
Zunächst ist der Hausarzt/Ihre Allgemeinmedizin-Anlaufstelle geeignet; bei Bedarf erfolgt eine Überweisung an Kardiologie, Pneumologie (Lungenfacharzt), Schlafmedizin oder Gastroenterologie. Im Verlauf werden Anamnese, Untersuchung und geeignete Tests geplant, danach weitere Schritte abgestimmt.