Fettiger Stuhl (glänzend, ölig oder mit starkem Geruch) weist auf Fettstühle aufgrund ungenügender Fettaufnahme hin. Einmalige Episoden nach fetthaltigen Mahlzeiten sind oft vorübergehend; treten Veränderungen jedoch wiederholt oder dauerhaft auf, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Nachfolgend finden Sie praxisnahe Informationen zur Einschätzung, möglichen Ursachen und Anlaufstellen.
Woran erkennt man fettigen Stuhl?
Der Stuhl kann glänzend, ölig oder schaumig erscheinen und fettige Rückstände auf dem Toilettenpapier oder eine ölige Schicht auf dem Wasser hinterlassen. Geruch und Konsistenz können auffällig sein. Kurzfristige Veränderungen nach einer fettreichen Mahlzeit sind häufig harmlos; persistierende Veränderungen sollten dokumentiert werden (Häufigkeit, Konsistenz, Begleitsymptome).
Mögliche Ursachen und zuständige Fachrichtungen
Häufige Ursachen sind Malabsorptionssyndrome, exokrine Pankreasinsuffizienz, Störungen des Gallenflusses oder bestimmte Infektionen sowie medikamentenbedingte Effekte. Die hausärztliche Praxis ist meist erster Ansprechpartner; bei Bedarf erfolgen Überweisungen zu Gastroenterologie oder Infektionskrankheiten und klinischer Mikrobiologie.
Welche Untersuchungen sind üblich?
Die Abklärung beginnt mit Anamnese und körperlicher Untersuchung. Übliche Untersuchungen umfassen Stuhltests (Fettnachweis, Kultur), Blutwerte und Ultraschall des Abdomens. Je nach Befund können spezialisierte Funktionsprüfungen des Pankreas, weiterführende Bildgebung oder endoskopische Verfahren erforderlich sein.
Wann ist eine Notfallvorstellung nötig und wie bereitet man sich vor?
Bei hohem Fieber, starken Bauchschmerzen, raschem Gewichtsverlust, blutigen Stühlen oder allgemeiner Verschlechterung ist eine sofortige medizinische Abklärung angezeigt. Zur Terminvorbereitung empfiehlt es sich, Dauer und Verlauf der Symptome, begleitende Beschwerden, aktuelle Medikation und Ernährungsgewohnheiten zu notieren; gegebenenfalls kann eine Stuhlprobe mitgebracht werden.