Nasenbluten ist ein häufiges Symptom. Oft ist es kurz und harmlos, in manchen Fällen kann es jedoch auf andere gesundheitliche Probleme hinweisen. Diese Seite fasst typische Ursachen, Erste-Hilfe-Schritte und Hinweise dazu zusammen, wann eine ärztliche Abklärung oder Notfallbehandlung erforderlich ist.
Wie kommt es zum Nasenbluten?
Die Nasenschleimhaut enthält viele oberflächliche Blutgefäße, die leicht verletzbar sind. Trockenheit, direkte Traumata, häufiges Bohren in der Nase oder Reizungen durch Erkältungen können die Gefäße schädigen. Man unterscheidet in vorderes (häufiger, meist weniger schwer) und hinteres Nasenbluten (seltener, potenziell ernster).
Häufige Ursachen und Risikofaktoren
Zu den häufigsten Ursachen zählen trockene Luft, Schleimhautreizungen bei Infekten, Nasentrauma, starkes Schnäuzen, Bluthochdruck sowie Gerinnungsstörungen oder die Einnahme blutverdünnender Medikamente. Kinder, die sich häufig in die Nase fassen, und ältere Menschen mit empfindlicheren Gefäßen sind besonders anfällig.
Erste-Hilfe-Maßnahmen zu Hause und Warnhinweise
Bei leichtem Nasenbluten ruhig bleiben, den Oberkörper leicht nach vorne beugen und den weichen vorderen Nasenbereich mehrere Minuten sanft festdrücken. Kopf nach hinten legen oder kräftig schnäuzen vermeiden. Hören die Blutungen auf, sollte Anstrengung der Nase vermieden werden. Diese Hinweise sind allgemein; bei anhaltenden oder wiederkehrenden Blutungen ärztliche Beratung suchen.
Wann ärztliche Hilfe notwendig ist
Suchen Sie dringend ärztliche Hilfe, wenn die Blutung nach 20–30 Minuten kontinuierlicher Druckeinwirkung nicht stoppt, die Blutung sehr stark ist oder Begleitsymptome wie Atemnot, Schwindel oder Bewusstseinsstörungen auftreten. Bei wiederkehrenden Blutungen oder bekannten Gerinnungsstörungen ist eine Vorstellung beim Hausarzt sinnvoll; gegebenenfalls erfolgt eine Überweisung an HNO oder Hämatologie.