Zahnfleischbluten reicht von leichtem Auslaufen bis zu deutlich sichtbarer Blutung. Häufige Gründe sind eine Zahnfleischentzündung, lokale Verletzungen oder Blutungen nach zahnärztlichen Eingriffen; aber auch systemische Faktoren oder Medikamente, die die Blutgerinnung beeinflussen, können eine Rolle spielen. Im Folgenden finden Sie mögliche Ursachen, Tipps für zu Hause und Hinweise, wann eine Untersuchung sinnvoll ist.
Häufige Ursachen für Zahnfleischbluten
Zu den häufigsten Ursachen zählen Gingivitis, fortgeschrittene Parodontitis, mechanische Reizung durch zu festes Zähneputzen oder ungeübte Anwendung von Zahnseide, sowie Plaque- und Zahnsteinansammlungen. Bestimmte Medikamente und Blutgerinnungsstörungen können das Blutungsrisiko erhöhen.
Blutungen nach Zahnextraktion oder Eingriffen
Nach einer Zahnextraktion oder oralchirurgischen Behandlung sind leichte Blutungen oder Nachblutungen in den ersten Stunden bis Tagen nicht ungewöhnlich. Wenn die Blutung stärker wird, ungewöhnliche Blutgerinnsel entstehen, starke Schmerzen, Fieber oder anhaltender unangenehmer Geruch auftreten, sollte der behandelnde Zahnarzt kontaktiert werden.
Was Sie zu Hause tun können
Üben Sie mit einer sauberen Kompresse oder Gazestreifen sanften Druck auf die blutende Stelle aus und halten Sie den Kopf aufrecht. Vermeiden Sie kräftiges Ausspucken, starkes Mundspülen oder Saugen, da dies die Blutung verstärken kann. Verzichten Sie auf Rauchen und heiße Getränke, um die Heilung zu fördern. Hält die Blutung an, suchen Sie professionelle Hilfe.
Wann Sie ärztliche Hilfe suchen sollten
Leichte, kurzfristige Blutungen sind meist nicht akut bedenklich. Suchen Sie jedoch ärztliche oder zahnärztliche Hilfe, wenn die Blutung nach mehreren Stunden nicht stoppt, stark ist, Atem- oder Schluckbeschwerden, Veränderungen des Bewusstseins oder hohes Fieber auftreten. Nach Eingriffen ist der behandelnde Zahnarzt die erste Anlaufstelle.