Schluckschmerzen (Odynophagie) können von Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre oder der Mundhöhle ausgehen und bei allen Altersgruppen auftreten. Dieser Text erläutert gängige Ursachen, Warnsignale für eine rasche Abklärung und welche Fachrichtungen in Frage kommen.
Häufige Ursachen
Zu den häufigsten Ursachen zählen virale oder bakterielle Pharyngitis/Tonsillitis, Zahn- und Mundhöhleninfektionen sowie gastroösophagealer Reflux oder Ösophagitis. Ebenso möglich sind lokale Abszesse (z. B. peritonsillär), Fremdkörperverletzungen, mucokutane Erkrankungen oder neuropathische Schmerzen.
Warnzeichen für sofortige Abklärung
Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe, wenn Atemnot, starke Schluckunfähigkeit (kein Aufnehmen von Flüssigkeit oder Nahrung), sichtbare Schwellungen im Hals-/Gesichtsbereich, hohes Fieber, allgemeiner Leistungsabfall oder blutige Sputen/Vomitus auftreten.
Welche Fachärzte sind zuständig?
Die Erstbeurteilung kann durch die Hausärztin/den Hausarzt erfolgen; bei Bedarf folgt Überweisung an Hals‑Nasen‑Ohren‑Ärztinnen/Ärzte (HNO), Gastroenterologie bei Ösophagusverdacht, Zahnmedizin bei oralen Ursachen oder Infektiologie bei Verdacht auf systemische Infektionen. Bei Kindern ist pädiatrische Abklärung sinnvoll.
Mögliche Untersuchungen
Die Diagnose beginnt mit Anamnese und körperlicher Untersuchung (Mund-Rachen‑Inspektion, Lymphknotenstatus). Ergänzende Untersuchungen können Rachenabstrich/Antigentest, Laryngoskopie, zahnärztliche Bildgebung, Ösophagoskopie oder bildgebende Verfahren (Ultraschall/CT) sein.