Schleim im Stuhl: Was Sie wissen sollten

Schleim im Stuhl ist eine schleimige Sekretabsonderung der Darmschleimhaut, die den Darm schützt und das Stuhlgleiten erleichtert. Kleine Mengen können normal sein; ein vermehrtes Vorkommen, wiederkehrende Schleimspur oder zusätzliche Symptome können jedoch auf eine zugrunde liegende Störung hinweisen. Nachfolgend finden Sie typische Ursachen, Warnzeichen und Hinweise zur Abklärung.

Was ist Schleim und wie erkennt man ihn?

Darmsekret zeigt sich als glasige, weiße oder leicht gelbliche Schicht im Stuhl oder als klebrige Fäden. Gelegentliches Vorkommen ist nicht ungewöhnlich. Achten Sie auf Häufigkeit, Menge und Veränderungen der Stuhlkonsistenz—häufige oder auffällige Schleimbildung sollte ärztlich bewertet werden.

Häufige Ursachen

Ursachen sind unter anderem Darminfektionen (bakteriell, viral, parasitär), Reizdarmsyndrom, entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) sowie anorektale Probleme wie Hämorrhoiden oder Analfissuren. Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Veränderungen der Darmflora, etwa nach Antibiotika, können eine Rolle spielen.

Wann sollte man ärztliche Hilfe suchen?

Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn Schleim mit Blut auftritt, wenn hohes Fieber, starke oder anhaltende Bauchschmerzen, unerklärlicher Gewichtsverlust oder wochenlange Durchfälle dazukommen. Solche Befunde erfordern meist weiterführende Diagnostik oder sofortige Abklärung.

Diagnostik und mögliche Untersuchungen

Die Abklärung umfasst Anamnese und körperliche Untersuchung. Je nach Verdacht werden Stuhluntersuchungen auf Krankheitserreger, Bluttests, Entzündungsmarker (z. B. fäkales Calprotectin) sowie bildgebende Verfahren oder Endoskopien (Sigmoidoskopie, Koloskopie) eingesetzt. Die Untersuchungen richten sich nach Symptomen und Befundlage.

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