Nykturie bedeutet, nachts einmal oder öfter zum Wasserlassen aufzuwachen. Diese Seite gibt allgemeine Informationen zu häufigen Ursachen, möglichen Untersuchungen und zu welchen Fachärzten Sie sich wenden können; bei Warnzeichen suchen Sie sofort ärztliche Hilfe.
Was ist Nykturie und wie fühlt sie sich an?
Nykturie beschreibt das nächtliche Erwachen zum Wasserlassen. Gelegentliches Auftreten ist weit verbreitet, wiederholtes nächtliches Wasserlassen kann jedoch Schlafqualität und Tagesbefinden stark beeinträchtigen. Mit dem Alter nimmt die Häufigkeit zu, trotzdem sollte auffällige Zunahme abgeklärt werden.
Häufige Ursachen und Risikofaktoren
Mögliche Ursachen sind Harnwegsinfektionen, gutartige Prostatavergrößerung, überaktive Blase, Diabetes, Herzinsuffizienz mit nächtlicher Flüssigkeitsverlagerung, Schlafapnoe, abendliche Flüssigkeitszufuhr, Alkohol/Koffein und bestimmte Medikamente. Alter, Übergewicht und chronische Erkrankungen erhöhen das Risiko.
Abklärung: Welche Angaben und Untersuchungen helfen?
Die Untersuchung beginnt in der Regel mit der Anamnese und einem Blasentagebuch, das Trinkmengen und Miktionen dokumentiert. Laboruntersuchungen wie Urinstatus, Blutzucker und Nierenwerte sind häufige Ersttests. Bei Bedarf werden Blasenultraschall zur Restharnbestimmung, Prostatauntersuchung, urodynamische Tests oder eine Schlafdiagnostik veranlasst.
An wen wenden und wann ist es ein Notfall?
Die hausärztliche Praxis ist meist erster Ansprechpartner; von dort kann an Urologie, Gynäkologie, Endokrinologie, Kardiologie oder Pneumologie weitergeleitet werden. Notfallmäßig sollten Sie sofort Hilfe suchen bei Unfähigkeit zu urinieren, hohem Fieber, starkem Bauch- oder Flankenschmerz, blutigem Urin oder Bewusstseinsverlust.