Das Gefühl, dass Flüssigkeit aus der Vagina austritt, kann in unterschiedlichen Lebensphasen und Situationen vorkommen. Dieser Text gibt einen allgemeinen Überblick über mögliche Ursachen, unterscheidende Merkmale und Hinweise, wann ärztliche Hilfe sinnvoll ist.
Mögliche Ursachen
Ursachen reichen vom normalen vaginalen Ausfluss und vermehrter Sekretion bei sexueller Erregung über Harninkontinenz, vaginale oder zervikale Infektionen bis zu hormonellen Veränderungen nach der Menopause und – während einer Schwangerschaft – einem Fruchtwasserabgang. Bei Schwangeren ist an einen Blasensprung zu denken, wenn Flüssigkeit kontinuierlich und in größerer Menge auftritt.
Unterscheidungsmerkmale und Warnzeichen
Wichtig sind Farbe (klar, weißlich, gelblich), Geruch (starker, unangenehmer Geruch spricht für Infektion), Menge und Verlauf. Harnverlust zeigt sich oft bei Husten, Niesen oder Positionswechseln; kontinuierlicher, geruchloser, klarer Ausfluss kann auf Fruchtwasser hinweisen. Begleitende starke Schmerzen, Fieber oder ungewöhnliche Blutungen sind Warnzeichen.
Wann ärztlich abklären lassen
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe bei Schwangerschaft mit Flüssigkeitsabgang, bei hohem Fieber, starken Schmerzen, starker Blutung oder stark übelriechender Sekretion. In allen anderen Fällen ist eine zeitnahe Abklärung beim Hausarzt oder Gynäkologen empfehlenswert, wenn das Symptom anhält oder wiederkehrt.
Diagnostik und Fachrichtung
Die Erstuntersuchung erfolgt meist hausärztlich oder gynäkologisch und kann Inspektion, Spekulumuntersuchung, Abstrich, Laboruntersuchungen oder Schwangerschaftstest umfassen. Bei Verdacht auf Harninkontinenz kann eine urologische oder urogynäkologische Untersuchung nötig sein.