Schüttelfrost und Zittern

Schüttelfrost (starkes Kältegefühl) und Zittern (unwillkürliche Muskelbewegungen) können durch Störungen der Temperaturregulation, des Nervensystems oder des Stoffwechsels verursacht werden. Unten finden Sie mögliche Ursachen, Warnzeichen für eine rasche Abklärung und welche Informationen für die medizinische Beurteilung hilfreich sind.

Symptome: Unterschied zwischen Schüttelfrost und Zittern

Schüttelfrost beschreibt das subjektive Kälte- und Fröstelerlebnis; Zittern sind sichtbare, rhythmische Muskelkontraktionen. Beide können zusammen oder getrennt auftreten. Zittert eine Person mit Fieber, deutet das oft auf eine Infektion hin, die Muster können jedoch je nach Ursache variieren.

Mögliche Ursachen

Häufige Ursachen sind Infektionen (z. B. Influenza, respiratorische Infektionen), Fieberanstieg, Kälteeinwirkung oder Unterkühlung, metabolische Störungen wie Hypoglykämie, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Angstzustände, Nebenwirkungen von Medikamenten sowie neurologische Erkrankungen. Bei Patientinnen und Patienten mit Parkinson können Zitterbewegungen andere Charakteristika aufweisen und eine fachärztliche Einschätzung benötigen.

Wann dringend ärztliche Hilfe nötig ist

Suchen Sie sofortige medizinische Hilfe bei hohem Fieber mit starkem Zittern, Bewusstseinsstörungen, Atemnot, Brustschmerzen, anhaltendem heftigem Zittern oder raschem klinischem Abfall. Bei bekannten neurologischen Erkrankungen (z. B. Parkinson) sollten plötzliche, deutlich vom Gewöhnlichen abweichende Episoden schnell beurteilt werden.

Erste Maßnahmen und welche Informationen zu notieren sind

Schützen Sie Betroffene vor weiterer Kälteeinwirkung und erfassen Sie Beginn, Verlauf, begleitende Symptome (Fieber, Husten, Schwitzen, Übelkeit, Verwirrtheit), aktuelle Medikamente und Vorerkrankungen wie Parkinson. Diese Angaben erleichtern die weitere Diagnostik; bei Alarmzeichen ist jedoch unverzügliche Vorstellung erforderlich.

Fachrichtungen für die weitere Abklärung

Für die Erstbeurteilung eignen sich die Hausarztpraxis oder die Innere Medizin. Je nach Verdacht sind Neurologie (bei bekannten neurologischen Erkrankungen oder unklaren Tremoren), Infektiologie (bei Infektionsverdacht) oder Endokrinologie (bei metabolischen Ursachen) geeignete Anlaufstellen. Bei lebensbedrohlichen Symptomen Notaufnahme aufsuchen.

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