Vermindertes Saugen bei Säuglingen

Vermindertes Saugen zeigt sich durch kürzere oder häufig unterbrochene Trinkphasen, mangelnden Halt am Brustwarzenhof oder der Sauger und reduzierte Saugkraft. Diese Seite erklärt typische Ursachen, worauf Eltern achten sollten und wann eine fachärztliche Untersuchung sinnvoll ist.

Wie erkennt man vermindertes Saugen?

Typische Zeichen sind verkürzte Fütterungszeiten, wiederholtes Absetzen beim Trinken, Unruhe beim Stillen oder Fläschchen, verminderte Anzahl nasser Windeln und schleppende Gewichtszunahme. Achten Sie auf Kieferbewegungen, die Lautbildung beim Saugen und das Verhalten des Säuglings nach der Mahlzeit.

Häufige Ursachen und beitragende Faktoren

Oft liegt es an einer ungünstigen Fütterungsposition oder -technik, an oralen Besonderheiten wie einer Zungenbänderverkürzung, an Frühgeburtlichkeit oder allgemeiner Energieminderung. Infektionen der oberen Luftwege, Reflux oder Schmerzen können das Saugen ebenfalls beeinträchtigen.

Alarmzeichen: wann sofort handeln?

Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe bei Atembeschwerden, blasser oder bläulicher Hautfarbe, hohem Fieber, starker Schläfrigkeit oder raschem Gewichtsverlust und deutlich verringerter Urinmenge. Solche Symptome erfordern eine zügige klinische Beurteilung.

Vorbereitung für den Arzttermin und beteiligte Fachrichtungen

Notieren Sie Häufigkeit und Dauer der Mahlzeiten, ob gestillt oder mit der Flasche gefüttert wird, Windelhäufigkeit und jüngste Gewichtswerte. Ein kurzes Video einer Mahlzeit kann diagnostisch hilfreich sein. Beteiligte Fachrichtungen sind Pädiatrie, Neonatologie, HNO, Kinderchirurgie, Kinderneurologie sowie Still- und Logopädieberatung.

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