Lichtblitze, auch Photopsien genannt, sind kurzzeitige Lichtwahrnehmungen, die besonders in dunkler Umgebung, bei geschlossenen Augen oder bei Augenbewegungen auftreten können. Diese Seite erklärt mögliche Ursachen, typische Untersuchungen und Hinweise, wann dringend ärztliche Hilfe erforderlich ist.
Was sind Lichtblitze und wie entstehen sie?
Photopsien entstehen durch mechanische Reize oder elektrische Aktivität der Netzhaut beziehungsweise des Glaskörpers. Zug oder Reibung des Glaskörpers an der Netzhaut, Netzhautspannung oder vorübergehende elektrische Impulse in den Sehbahnen können als Lichtblitze wahrgenommen werden.
Häufige Ursachen und Begleitsymptome
Zu den häufigsten Ursachen zählen das posterior vitreous detachment (Glaskörperabhebung), Netzhautlöcher oder -ablösungen, Augenverletzungen und Migräneaura. Begleitende Warnzeichen sind plötzlicher Sehverlust, neu auftretende zahlreiche 'Mouches volantes' oder ein schleierartiger Sichtverlust.
Wann ist eine Notfalluntersuchung nötig?
Eine sofortige Abklärung ist angezeigt, wenn die Lichtblitze plötzlich zunehmen, viele neue Floater auftreten, ein Vorhang über dem Sichtfeld erscheint oder die Sehschärfe deutlich nachlässt. Solche Symptome können auf ein Netzhautloch oder eine Ablösung hinweisen; in diesen Fällen sollten Betroffene umgehend die Notaufnahme oder eine augenärztliche Notfallambulanz aufsuchen.
Untersuchungen und Bildgebung
Die augenärztliche Untersuchung umfasst in der Regel die Messung der Sehschärfe, den Augeninnendruck und eine erweiterte Fundusuntersuchung. Bei Bedarf werden OCT (Optische Kohärenztomographie) oder B‑Mode‑Ultraschall zur Beurteilung von Netzhaut und Glaskörper eingesetzt. Daraus ergibt sich das weitere Vorgehen.
Welchen Facharzt aufsuchen?
Primär ist die Vorstellung beim Augenarzt angezeigt. Bei Auffälligkeiten, die auf eine Netzhauterkrankung hinweisen, erfolgt eine zeitnahe augenärztliche Behandlung oder Notfallintervention. Treten neurologische Symptome auf, kann zusätzlich eine neurologische Abklärung erforderlich sein. Zu Hause abzuwarten ist bei deutlicher Verschlechterung nicht ratsam.