Knochenschmerzen

Knochenschmerzen können die Funktion beeinträchtigen und haben verschiedene Ursachen. Diese Seite bietet allgemeine Informationen darüber, wann Schmerzen vom Knochen ausgehen können, welche Untersuchungen üblich sind, welche Fachrichtungen je nach Befund infrage kommen und welche Warnsignale eine dringende Abklärung erfordern. Eine individuelle Diagnose und Therapie setzt immer eine ärztliche Untersuchung voraus.

Wie äußern sich Knochenschmerzen?

Schmerzen, die vom Knochen ausgehen, werden oft als tief sitzend, drückend oder stechend beschrieben und können nachts oder in Ruhe stärker sein. Sie unterscheiden sich von Muskel- und Gelenkschmerzen durch ihre Lokalisation und Reaktion auf Druck. Zur sicheren Abgrenzung sind klinische Untersuchung und gegebenenfalls bildgebende Verfahren erforderlich.

Mögliche Ursachen

Häufige Ursachen sind Traumata und Frakturen (auch Ermüdungsbrüche), Knocheninfektionen (Osteomyelitis), metabolische Erkrankungen, Knochenabbau oder gut- und bösartige Knochentumoren. Systemische Erkrankungen können ebenfalls Schmerzen am Skelett auslösen. Oft spielen mehrere Faktoren zusammen.

Untersuchungen und Befundung

Die Abklärung beginnt mit Anamnese und körperlicher Untersuchung. Röntgenaufnahmen sind meist der erste Schritt; bei Bedarf folgen Magnetresonanztomographie (MRT), Computertomographie (CT) oder Knochenszintigrafie. Laborwerte (Blutbild, Entzündungsmarker, Calcium, Phosphat, alkalische Phosphatase) helfen bei der Ursachenfindung. In Einzelfällen ist eine Knochenbiopsie notwendig.

An wen wenden?

Zunächst ist häufig der Hausarzt oder die Innere Medizin Ansprechpartner. Je nach Befund können Überweisungen an Orthopädie/Unfallchirurgie, Infektiologie, Endokrinologie, Onkologie oder die Abteilung für physikalische Medizin und Rehabilitation sinnvoll sein. Bei Kindern wird gegebenenfalls pädiatrische oder kinderorthopädische Expertise hinzugezogen.

Warnzeichen und Handlungsempfehlungen

Suchen Sie zeitnah ärztliche Hilfe bei deutlich erkennbarem Deformationsbefund nach Trauma, ausgeprägtem Funktionsverlust, Fieber mit Knochenschmerzen, rasch zunehmender Schwellung, offenen Wunden über dem Knochen, unerträglichen Schmerzen oder neurologischen Ausfällen (Schwäche, Gefühlsstörungen). In solchen Fällen sollte die Notaufnahme oder ein Arztkontakt unverzüglich erfolgen.

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