Mundatmung

Mundatmung beschreibt das überwiegende Einatmen durch den Mund statt durch die Nase. Sie kann vorübergehend durch eine Erkältung auftreten oder dauerhaft sein, wenn nasale Verengungen, anatomische Besonderheiten oder Gewohnheiten vorliegen. Eine ärztliche Abklärung kann die Ursache klären und die passende Fachrichtung empfehlen.

Was bedeutet Mundatmung?

Beim Atmen durch den Mund gelangt die Luft hauptsächlich über den Mund in die Atemwege. Kurzfristig, etwa bei Schnupfen, ist dies häufig unproblematisch; bleibt die Mundatmung bestehen, kann dies Schlaf, Mundgesundheit und Alltagsbefinden beeinträchtigen.

Häufige Ursachen

Typische Ursachen sind allergische Rhinitis, Sinusitis, eine Nasenscheidewandverkrümmung oder vergrößerte Nasenmuscheln. Bei Kindern kommen vergrößerte Rachen-, Mandel- oder Adenoidengewebe hinzu. Auch Gewohnheiten oder neurologisch-muskuläre Störungen können eine Rolle spielen.

Mögliche Auswirkungen auf Gesundheit und Entwicklung

Anhaltende Mundatmung kann zu Mundtrockenheit, Mundgeruch sowie einem höheren Risiko für Karies und Zahnfleischprobleme führen. Bei Kindern kann sie das Wachstum von Kiefer und Gesicht beeinflussen und Schlafqualität sowie Konzentration tagsüber beeinträchtigen.

Untersuchungen und Diagnose

Die klinische Untersuchung umfasst Inspektion von Nase, Rachen und Mund. Ergänzend können Endoskopie, Bildgebung, Allergietests oder Schlafdiagnostik empfohlen werden. Bei Bedarf beurteilen Zahnärzte oder Kieferorthopäden die Zahn- und Kieferstellung.

Welche Fachärzte sind sinnvoll und wann ist Eile geboten?

Je nach Ursache können HNO-Ärzte, Allergologen, Kinderärzte, Hausärzte, Pneumologen oder Zahnärzte/Kieferorthopäden die Abklärung übernehmen. Bei schwerer Atemnot, bläulicher Verfärbung von Lippen oder Haut oder Bewusstseinsstörungen sollten Sie umgehend Notfallversorgung in Anspruch nehmen.

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