Als Analschwellung wird eine tastbare Verdickung oder Wölbung im Bereich des Anus oder der umliegenden Haut beschrieben. Verschiedene Ursachen sind möglich; eine ärztliche Untersuchung ist oft nötig, um die Ursache zu klären. Die folgenden Informationen dienen zur allgemeinen Orientierung.
Mögliche Ursachen und typische Merkmale
Häufige Ursachen sind Hämorrhoiden, perianale Abszesse, Hautzysten, pilonidale Zysten oder Condylome (Warzen). Infektionen führen oft zu Rötung, Schwellung und Schmerzen; Abszesse können starke Schmerzen und Eiterbildung verursachen. Die Begleitsymptomatik hilft, die Ursache einzugrenzen.
Warnzeichen für eine rasche Abklärung
Starke Schmerzen, hohes Fieber, sich ausbreitende Rötung oder starke Blutung sind Warnzeichen, die eine sofortige medizinische Begutachtung erfordern. In solchen Fällen sollte der Notdienst oder die nächstgelegene Notaufnahme aufgesucht werden.
Untersuchung und mögliche Tests
Anamnese und körperliche Untersuchung stehen am Anfang. Je nach Befund können Anoskopie, Proktoskopie, lokale Sonographie oder laborchemische Untersuchungen zur Abklärung eingesetzt werden. Die genaue Diagnosestellung erfolgt durch eine Fachärztin oder einen Facharzt.
Welche Fachrichtung ist zuständig?
Zunächst ist die Hausarztpraxis ein geeigneter Ansprechpartner; häufig erfolgt bei Bedarf eine Überweisung an Allgemeinchirurgie/Proktologie. Bei verdächtigen Hautveränderungen ist Dermatologie sinnvoll, bei Infektionsverdacht kann die Infektiologie einbezogen werden.