Ohrenschmerzen sind ein einzelnes Symptom mit vielen möglichen Ursachen, die vom äußeren Ohr bis zu benachbarten Strukturen stammen können. Im Text finden Sie häufige Auslöser, altersabhängige Besonderheiten, sicher anwendbare Maßnahmen zu Hause und Empfehlungen, wann medizinische Abklärung sinnvoll ist.
Häufige Ursachen
Zu den häufigsten Ursachen zählen Mittelohrentzündungen, Entzündungen oder Irritationen des äußeren Gehörgangs, Druckveränderungen (z. B. beim Fliegen oder Tauchen) sowie ausstrahlende Schmerzen von Zahn oder Rachen. Fremdkörper oder Wasser im Ohr können ebenfalls Beschwerden verursachen.
Altersabhängige Hinweise
Bei Säuglingen und Kleinkindern äußern sich Probleme oft durch Unruhe, Schlafstörungen oder vermehrtes Ziehen am Ohr. Bei älteren Kindern und Erwachsenen helfen Begleitsymptome wie Fieber, Hörveränderungen oder Flüssigkeitsaustritt bei der Einschätzung. Wiederkehrende Beschwerden sollten durch Fachkräfte geprüft werden.
Sichere Maßnahmen zu Hause und was zu vermeiden ist
Eine warme Kompresse auf dem äußeren Ohr, Ruhe und erhöhtes Lagern des Kopfes können kurzfristig lindern. Stecken Sie keine Gegenstände in das Ohr, verwenden Sie keine Tropfen ohne ärztlichen Rat und vermeiden Sie Wattestäbchen im Gehörgang. Bei starken Schmerzen, Fieber oder Austritt von Flüssigkeit sollte medizinische Hilfe gesucht werden.
Abklärung und an wen wenden
Die Erstbeurteilung erfolgt meist durch die Hausärztin/den Hausarzt oder eine Kinderärztin/einen Kinderarzt. Bei Bedarf wird an HNO-Ärztinnen/HNO-Ärzte überwiesen, die Otoskopie, Hörtests oder bildgebende Verfahren veranlassen können. Je nach Verdacht sind auch Zahnärztinnen/Zahnärzte, Allergologinnen/Allergologen oder Neurologinnen/Neurologen beteiligt.