Analschmerzen

Analschmerzen sind ein häufiges Symptom mit unterschiedlichen Ursachen. Nachfolgend finden Sie typische Auslöser, Warnzeichen, die eine dringende Untersuchung erfordern, und Hinweise, an welche Fachärzte man sich wenden kann.

Was sind Analschmerzen?

Analschmerzen bezeichnen lokal begrenzte Schmerzen oder Unbehagen im Bereich des Afters. Die Beschwerden können stechend, brennend, drückend oder dumpf sein und mit Blutung, Sekretion, Juckreiz, Schwellung oder Fieber einhergehen. Dauer und Charakter des Schmerzes geben Hinweise auf mögliche Ursachen.

Häufige Ursachen und typische Beschwerden

Zu den häufigsten Ursachen zählen Hämorrhoiden, Analfissuren, perianale Abszesse, Proktitis und Hauterkrankungen (z. B. Ekzem, Kontaktdermatitis). Sexuell übertragbare Infektionen, Beckenbodenkrämpfe (Anismus), ein Pilonidalsinus und seltener Tumoren können ebenfalls Schmerzen verursachen. Ein Abszess zeigt oft lokale Schwellung und Fieber, eine Fissur typischerweise stechende Schmerzen beim Stuhlgang.

Wann ist sofortige ärztliche Hilfe nötig?

Suchen Sie unmittelbar ärztliche Hilfe bei starker oder nicht stillbarer Blutung, hohem Fieber oder Schüttelfrost, sich rasch ausbreitender Rötung und Schwellung, Unfähigkeit zu urinieren oder sehr starken, nicht beherrschbaren Schmerzen. In diesen Fällen ist eine Notfallaufnahme angezeigt.

An wen wenden und wie läuft die Untersuchung ab?

Erstkontakt ist meist der Hausarzt/Allgemeinmediziner. Bei Bedarf erfolgt eine Überweisung an die Allgemeinchirurgie/Proktologie, Dermatologie und Venerologie oder die Infektiologie und Klinische Mikrobiologie. In der Untersuchung werden Anamnese (Dauer, Stuhlgewohnheiten, Blutung, Sekretion, sexuelle Anamnese, frühere Eingriffe) und eine äußere Begutachtung durchgeführt; gegebenenfalls folgt eine Anoskopie oder weiterführende Diagnostik.

Vorbeugende Maßnahmen und Alltagstipps

Achten Sie auf eine gute Analhygiene, vermeiden Sie Pressen beim Stuhlgang, beugen Sie Verstopfung mit ballaststoffreicher Ernährung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr vor und praktizieren Sie sichere Sexualgewohnheiten. Reizende Pflegeprodukte sollten gemieden werden. Diese Hinweise sind allgemein gehalten; anhaltende Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.

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