Schmerzen beim Stuhlgang

Schmerzen beim Stuhlgang können viele Ursachen haben und treten in unterschiedlichen Altersgruppen auf. Nachfolgend finden Sie allgemeine Informationen zu möglichen Ursachen, welche Fachärzte in Frage kommen, wie eine Untersuchung ablaufen kann und wann dringend ärztliche Hilfe nötig ist. Diese Informationen ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung; bei anhaltenden Beschwerden suchen Sie eine medizinische Einschätzung auf.

Häufige Ursachen

Zu den häufigen Ursachen zählen Analfissuren, Hämorrhoiden, Verletzungen durch harte oder große Stühle, Proktitis sowie Abszesse oder Fisteln im Analbereich. Verstopfung und starkes Pressen erhöhen den Druck am After. Infektionen (bakteriell, parasitär oder sexuell übertragbar), entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa und seltener Tumoren können ebenfalls Schmerzen verursachen.

Symptome und Warnzeichen

Wenn Schmerzen von starker Blutung, anhaltender Sekretion, Fieber, starken Bauchschmerzen, Schwindel oder Ohnmachtsgefühlen begleitet werden, ist eine sofortige ärztliche Abklärung angezeigt. Anhaltende oder sich verschlechternde Schmerzen, deutliche Änderungen der Stuhlroutine, unerklärlicher Gewichtsverlust oder nächtliches Schwitzen erfordern zeitnahe Untersuchung.

Welche Fachärzte sind zuständig?

Die Hausärztin/der Hausarzt ist meist erster Ansprechpartner. Bei anatomischen oder operativen Problemen sind Allgemein- und Viszeralchirurgie bzw. kolorektale Chirurgie zuständig. Bei Ursachen aus dem Darm kommen Gastroenterologie-Fachärzte ins Spiel. Bei Infektverdacht können Infektiologie und Klinik für Mikrobiologie oder Dermatologie/Venerologie hinzugezogen werden. Die Weiterleitung richtet sich nach der Befundlage.

Untersuchung, Tests und Alltagstipps

Untersuchungen können körperliche Untersuchung inklusive rektalem Tastbefund, Anoskopie sowie gegebenenfalls Blut-, Stuhluntersuchungen, bildgebende Verfahren oder Koloskopie umfassen. Alltagsempfehlungen sind ballaststoffreiche Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und regelmäßige Toilettenroutine zur Vorbeugung von Verstopfung; das sind allgemeine Hinweise und keine individuelle Therapieempfehlung. Bei Notfallsymptomen suchen Sie umgehend eine Notfallambulanz auf.

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