Brennen in der Brust

Brennen in der Brust kann viele Ursachen haben: vom Magen-Darm-Trakt über die Brustwand und Nerven bis zu psychischen Auslösern. Im Folgenden finden Sie eine praxisnahe Orientierung zu möglichen Ursachen, Hinweisen aus der Begleitgeschichte und dem üblichen Vorgehen bei der Abklärung.

Häufige und weniger häufige Ursachen

Am häufigsten liegt Reflux (Zurückfließen von Mageninhalt in die Speiseröhre) vor. Weitere Ursachen sind Gastritis, Speiseröhrenspasmus, Zwerchfellbruch, muskuloskeletale Schmerzen der Brustwand, Nervenschmerzen wie bei Herpes zoster und psychische Faktoren wie Panikattacken. Seltener können auch kardiologische Gründe ein brennendes Gefühl hervorrufen.

Begleitende Beschwerden und ihre Bedeutung

Das Beschwerdebild liefert wichtige Hinweise: Verschlechterung nach dem Essen, saures Aufstoßen oder ein bitterer Geschmack sprechen für Reflux. Schluckstörungen, Gewichtsverlust oder anhaltendes Erbrechen sollten weiter abgeklärt werden. Treten Atemnot, starker Schweißausbruch, Ohnmachtsgefühle oder ein drückendes Brustgefühl auf, ist sofortige ärztliche Abklärung nötig.

Wie die Untersuchung abläuft und welche Fachärzte beteiligt sind

Die Erstbeurteilung erfolgt meist durch den Hausarzt oder die Innere Medizin. Basis sind Anamnese und körperliche Untersuchung; ergänzende Tests können EKG, Blutuntersuchungen, Röntgen-Thorax, Gastroskopie oder bildgebende Verfahren sein. Je nach Befund sind Überweisungen an Gastroenterologie, Kardiologie, Dermatologie, Neurologie oder Psychiatrie möglich.

Wann dringend Hilfe suchen

Suchen Sie umgehend Notfallversorgung, wenn das Brennen von akuter Atemnot, Bewusstseinsstörungen, starkem Brustschmerz, kaltem Schweiß oder plötzlichen schweren Symptomen begleitet wird. Bei Unsicherheit zögern Sie nicht, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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