Bewertet die Albuminausscheidung im Spontanurin, indem Albumin zur Kreatininkonzentration ins Verhältnis gesetzt wird.
Testübersicht
Testname
UACR
Abkürzungen
UACR, ACR, Microalbumin/Creatinine Ratio
Kategorie
Nephrology / Albuminuria
Panel
Kidney Damage Assessment
Probenmaterial
Spot urine
Übliche Einheiten
mg/g, mg/mmol
Was misst der Test?
Bewertet die Albuminausscheidung im Spontanurin, indem Albumin zur Kreatininkonzentration ins Verhältnis gesetzt wird.
Warum wird der Test durchgeführt?
Wird zusammen mit der eGFR zur Erkennung und Verlaufskontrolle von Nierenschäden genutzt, besonders bei Risiken wie Diabetes oder Hypertonie.
Informationen zu einem niedrigen Ergebnis
Ein niedriger/normaler UACR spricht für geringere Albuminverluste, ersetzt aber nicht die gesamte Nierenbeurteilung.
Informationen zu einem hohen Ergebnis
Ein erhöhter UACR kann auf renalen Albuminverlust hinweisen; Sport, Infektionen und vorübergehende Faktoren können den Wert beeinflussen, sodass Wiederholungen nötig sein können.
Referenz- und klinischer Kontext
Vorrangig sind Referenzbereich, Einheit und Probenbedingungen des untersuchenden Labors. Zahlenangaben auf dieser Seite sind als belegte Beispielbereiche oder klinische Schwellen hinterlegt.
Referenzkontext 1
< 30 mg/g
Population
Adults / albuminuria classification
Altersbereich
18
Probenmaterial
Spot urine
A1: normal bis leicht erhöht
Dies ist eine Albuminurie-A-Kategorie der CKD-Beurteilung. Der Wert wird mit eGFR und Chronizität interpretiert; ein einzelner auffälliger Befund kann eine Bestätigung benötigen.
Referenzkontext 2
>= 30 – <= 300 mg/g
Population
Adults / albuminuria classification
Altersbereich
18
Probenmaterial
Spot urine
A2: mäßig erhöht
Dies ist eine Albuminurie-A-Kategorie der CKD-Beurteilung. Der Wert wird mit eGFR und Chronizität interpretiert; ein einzelner auffälliger Befund kann eine Bestätigung benötigen.
Referenzkontext 3
> 300 mg/g
Population
Adults / albuminuria classification
Altersbereich
18
Probenmaterial
Spot urine
A3: stark erhöht
Dies ist eine Albuminurie-A-Kategorie der CKD-Beurteilung. Der Wert wird mit eGFR und Chronizität interpretiert; ein einzelner auffälliger Befund kann eine Bestätigung benötigen.
Referenzbereiche können je nach Labor, verwendeter Methode, Alter, Geschlecht, Schwangerschaftsstatus und klinischem Kontext variieren. Der Referenzbereich in Ihrem eigenen Laborbericht hat Vorrang.
Hinweise zur Interpretation
UACR und eGFR ergänzen sich in der CKD-Risikoklassifikation. Ein einzelner auffälliger Wert beweist keine chronische Erkrankung.
Zugehörige Fachgebiete
Nephrologie
Endokrinologie
Innere Medizin
Allgemeinmedizin
Häufig gestellte Fragen
Nein. Laborwerte werden zusammen mit Beschwerden, Vorgeschichte, Probenbedingungen und weiteren Tests beurteilt.
Zunächst gilt der Referenzbereich des untersuchenden Labors; klinische Grenzwerte sind gesondert belegte Schwellen für einen bestimmten Zweck.
Deutlich abweichende, wiederholte, symptomatische oder unerwartete Ergebnisse sollten medizinisch beurteilt werden.