Ein positives/reaktives RPR- oder VDRL-Ergebnis reicht allein nicht zur Diagnose und erfordert einen treponemalen Test.
Testübersicht
Testname
RPR / VDRL
Abkürzungen
RPR, VDRL
Kategorie
Infectious Disease / STI
Panel
Syphilis Serology
Probenmaterial
Serum / plasma
Übliche Einheiten
qualitative, titer
Was misst der Test?
RPR / VDRL erfasst eine nichttreponemale Antikörperreaktion mit RPR- oder VDRL-Testung.
Warum wird der Test durchgeführt?
RPR / VDRL wird zusammen mit treponemalen Tests zum Syphilis-Screening und zur Verlaufskontrolle von Titern nach Behandlung verwendet.
Informationen zu einem niedrigen Ergebnis
Ein negatives/nicht reaktives RPR- oder VDRL-Ergebnis schließt Syphilis nicht in jeder Phase oder Situation aus.
Informationen zu einem hohen Ergebnis
Ein positives/reaktives RPR- oder VDRL-Ergebnis reicht allein nicht zur Diagnose und erfordert einen treponemalen Test.
Referenz- und klinischer Kontext
Vorrangig sollten Referenz- bzw. Entscheidungsbereich, Messmethode, Probenart und Einheit des untersuchenden Labors berücksichtigt werden. Ein einzelner Wert stellt meist keine Diagnose.
Referenzbereich 1
Population
Nontreponemal syphilis screening context
Probenmaterial
Serum / plasma
Methode
RPR / VDRL
Belegter Referenz-/Entscheidungskontext für RPR / VDRL
Dies ist eine belegte Referenz- oder Kontextinformation; der eigene Laborbericht, die Testmethode und der klinische Kontext haben Vorrang.
Referenzbereiche können je nach Labor, verwendeter Methode, Alter, Geschlecht, Schwangerschaftsstatus und klinischem Kontext variieren. Der Referenzbereich in Ihrem eigenen Laborbericht hat Vorrang.
Hinweise zur Interpretation
Das CDC empfiehlt für die serologische Syphilisdiagnostik die Kombination aus einem nichttreponemalen und einem treponemalen Test.
Zugehörige Fachgebiete
Infektiologie
Dermatologie
Gynäkologie und Geburtshilfe
Häufig gestellte Fragen
Nein. Der Befund sollte zusammen mit Beschwerden, Krankengeschichte, Messmethode und verwandten Tests beurteilt werden.
Vorrangig gilt der Referenz- oder Entscheidungsbereich und die Messmethode des untersuchenden Labors.
Reaktive/positive, deutlich auffällige, anhaltende oder symptombezogene Befunde sollten medizinisch beurteilt werden.