Eine verlängerte PT bedeutet eine langsamere Gerinnung und kann unter Antikoagulanzien, bei Lebererkrankungen, Vitamin-K-Mangel oder Gerinnungsfaktorstörungen auftreten.
Testübersicht
Testname
Prothrombinzeit (PT)
Abkürzungen
PT, Protime
Kategorie
Coagulation
Panel
Coagulation Assessment
Probenmaterial
Citrated plasma
Übliche Einheiten
seconds
Was misst der Test?
Der Prothrombinzeit (PT)-Test misst wie viele Sekunden eine Blutprobe zur Gerinnung benötigt und damit vor allem den extrinsischen und gemeinsamen Gerinnungsweg.
Warum wird der Test durchgeführt?
Der Test kann zur Abklärung ungewöhnlicher Blutungen oder Gerinnsel, vor Eingriffen oder zur Überwachung bestimmter Antikoagulanzien eingesetzt werden.
Informationen zu einem niedrigen Ergebnis
Eine verkürzte PT ist seltener klinisch bedeutsam und diagnostiziert allein keine Hyperkoagulabilität; Probe, Methode und Begleitwerte sind wichtig.
Informationen zu einem hohen Ergebnis
Eine verlängerte PT bedeutet eine langsamere Gerinnung und kann unter Antikoagulanzien, bei Lebererkrankungen, Vitamin-K-Mangel oder Gerinnungsfaktorstörungen auftreten.
Referenz- und klinischer Kontext
Vorrangig sind Referenzbereich, Einheit, Probenart und Methode des untersuchenden Labors. Zahlenangaben auf dieser Seite sind als belegte Beispielbereiche oder klinische Schwellen hinterlegt.
Referenzbereich 1
>= 11 – <= 13,5 seconds
Population
Adults not taking anticoagulants
Altersbereich
18
Probenmaterial
Citrated plasma
Beispiel-PT-Bereich ohne Antikoagulation
Dies ist eine belegte Referenz-/Kontextinformation und darf nicht allein als Diagnose oder Therapieentscheidung verwendet werden. Laborbericht, Medikamente und klinischer Kontext haben Vorrang.
Referenzbereiche können je nach Labor, verwendeter Methode, Alter, Geschlecht, Schwangerschaftsstatus und klinischem Kontext variieren. Der Referenzbereich in Ihrem eigenen Laborbericht hat Vorrang.
Hinweise zur Interpretation
PT und INR geben verwandte Informationen in unterschiedlicher Form wieder; INR verbessert die Standardisierung. aPTT erfasst andere Gerinnungsfaktoren und wird häufig gemeinsam beurteilt.
Zugehörige Fachgebiete
Hämatologie
Innere Medizin
Notfallmedizin
Häufig gestellte Fragen
Nein. Laborwerte werden zusammen mit Beschwerden, Vorgeschichte, Probenbedingungen und weiteren Tests beurteilt.
Zunächst gilt der Referenzbereich des untersuchenden Labors; klinische Grenzwerte sind gesondert belegte Schwellen für einen bestimmten Zweck.
Deutlich abweichende, wiederholte, symptomatische oder unerwartete Ergebnisse sollten medizinisch beurteilt werden.