HIV Ag/Ab Negativ/nicht reaktiv: Was bedeutet das?
Ein negatives/nicht reaktives Ergebnis muss unter Berücksichtigung des diagnostischen Fensters interpretiert werden; sehr frühes Testen kann eine Infektion nicht ausschließen.
Testübersicht
Testname
HIV Ag/Ab
Abkürzungen
HIV Ag/Ab, 4th generation HIV test
Kategorie
Infectious Disease / STI
Panel
HIV Screening
Probenmaterial
Serum / plasma
Übliche Einheiten
qualitative, index
Was misst der Test?
HIV Ag/Ab ist ein Screening-Test, der HIV-1/2-Antikörper und HIV-p24-Antigen gemeinsam erfasst.
Warum wird der Test durchgeführt?
HIV Ag/Ab wird häufig als erster laborbasierter Test beim HIV-Screening eingesetzt.
Informationen zu einem niedrigen Ergebnis
Ein negatives/nicht reaktives Ergebnis muss unter Berücksichtigung des diagnostischen Fensters interpretiert werden; sehr frühes Testen kann eine Infektion nicht ausschließen.
Informationen zu einem hohen Ergebnis
Ein positives/reaktives Screening-Ergebnis ist keine endgültige Diagnose und erfordert die empfohlenen Zusatztests.
Referenz- und klinischer Kontext
Vorrangig sollten Referenz- bzw. Entscheidungsbereich, Messmethode, Probenart und Einheit des untersuchenden Labors berücksichtigt werden. Ein einzelner Wert stellt meist keine Diagnose.
Referenzbereich 1
Population
Laboratory HIV screening context
Probenmaterial
Serum / plasma
Methode
HIV-1/2 antigen/antibody combination assay
Belegter Referenz-/Entscheidungskontext für HIV Ag/Ab
Dies ist eine belegte Referenz- oder Kontextinformation; der eigene Laborbericht, die Testmethode und der klinische Kontext haben Vorrang.
Referenzbereiche können je nach Labor, verwendeter Methode, Alter, Geschlecht, Schwangerschaftsstatus und klinischem Kontext variieren. Der Referenzbereich in Ihrem eigenen Laborbericht hat Vorrang.
Hinweise zur Interpretation
Ein laborbasierter Antigen/Antikörper-Test aus venösem Blut kann eine Infektion meist 18–45 Tage nach Exposition erkennen; der Zeitpunkt ist wichtig.
Zugehörige Fachgebiete
Infektiologie
Innere Medizin
Dermatologie
Häufig gestellte Fragen
Nein. Der Befund sollte zusammen mit Beschwerden, Krankengeschichte, Messmethode und verwandten Tests beurteilt werden.
Vorrangig gilt der Referenz- oder Entscheidungsbereich und die Messmethode des untersuchenden Labors.
Reaktive/positive, deutlich auffällige, anhaltende oder symptombezogene Befunde sollten medizinisch beurteilt werden.