Niedriges Fibrinogen kann unter anderem bei Verbrauchskoagulopathie/DIC, schwerer Lebererkrankung, angeborenen Fibrinogenstörungen oder starker Blutung auftreten.
Testübersicht
Testname
Fibrinogen
Abkürzungen
Fibrinogen, Factor I
Kategorie
Coagulation / Acute Phase
Panel
Coagulation Assessment
Probenmaterial
Citrated plasma
Übliche Einheiten
mg/dL, g/L
Was misst der Test?
Der Fibrinogen-Test misst die Konzentration von Fibrinogen, einem Gerinnungsprotein, das bei der Gerinnselbildung zu Fibrin wird.
Warum wird der Test durchgeführt?
Der Test kann zur Abklärung ungewöhnlicher Blutungen oder Gerinnsel, vor Eingriffen oder zur Überwachung bestimmter Antikoagulanzien eingesetzt werden.
Informationen zu einem niedrigen Ergebnis
Niedriges Fibrinogen kann unter anderem bei Verbrauchskoagulopathie/DIC, schwerer Lebererkrankung, angeborenen Fibrinogenstörungen oder starker Blutung auftreten.
Informationen zu einem hohen Ergebnis
Erhöhtes Fibrinogen kann bei Entzündung, Schwangerschaft und verschiedenen kardiometabolischen oder thrombotischen Situationen auftreten; als Akut-Phase-Protein wird es oft zusammen mit Entzündungsmarkern beurteilt.
Referenz- und klinischer Kontext
Vorrangig sind Referenzbereich, Einheit, Probenart und Methode des untersuchenden Labors. Zahlenangaben auf dieser Seite sind als belegte Beispielbereiche oder klinische Schwellen hinterlegt.
Referenzbereich 1
>= 200 – <= 400 mg/dL
Population
Adults / general laboratory example
Altersbereich
18
Probenmaterial
Citrated plasma
Beispiel-Referenzbereich für Fibrinogen bei Erwachsenen
Dies ist eine belegte Referenz-/Kontextinformation und darf nicht allein als Diagnose oder Therapieentscheidung verwendet werden. Laborbericht, Medikamente und klinischer Kontext haben Vorrang.
Referenzbereiche können je nach Labor, verwendeter Methode, Alter, Geschlecht, Schwangerschaftsstatus und klinischem Kontext variieren. Der Referenzbereich in Ihrem eigenen Laborbericht hat Vorrang.
Hinweise zur Interpretation
Fibrinogen ist sowohl Gerinnungsprotein als auch Akut-Phase-Reaktant. D-Dimer, PT/INR, aPTT, Thrombozyten und klinischer Kontext ergeben ein vollständigeres Bild.
Zugehörige Fachgebiete
Hämatologie
Innere Medizin
Notfallmedizin
Häufig gestellte Fragen
Nein. Laborwerte werden zusammen mit Beschwerden, Vorgeschichte, Probenbedingungen und weiteren Tests beurteilt.
Zunächst gilt der Referenzbereich des untersuchenden Labors; klinische Grenzwerte sind gesondert belegte Schwellen für einen bestimmten Zweck.
Deutlich abweichende, wiederholte, symptomatische oder unerwartete Ergebnisse sollten medizinisch beurteilt werden.