Der Amylase-Test misst die Konzentration der Amylase, eines kohlenhydratspaltenden Enzyms vor allem aus Bauchspeicheldrüse und Speicheldrüsen.
Testübersicht
Testname
Amylase
Abkürzungen
AMY
Kategorie
Pancreatic / Digestive Enzymes
Panel
Pancreatic Assessment
Probenmaterial
Serum / plasma
Übliche Einheiten
U/L
Was misst der Test?
Der Amylase-Test misst die Konzentration der Amylase, eines kohlenhydratspaltenden Enzyms vor allem aus Bauchspeicheldrüse und Speicheldrüsen.
Warum wird der Test durchgeführt?
Der Test wird besonders bei Verdacht auf akute Pankreatitis oder andere Pankreaserkrankungen eingesetzt; Amylase und Lipase werden meist im klinischen Zusammenhang beurteilt.
Informationen zu einem niedrigen Ergebnis
Niedrige Amylase kann bei bestimmten chronischen Pankreaserkrankungen oder deutlich verminderter Pankreasfunktion vorkommen, diagnostiziert allein aber keine Pankreasinsuffizienz.
Informationen zu einem hohen Ergebnis
Eine erhöhte Amylase kann bei akuter Pankreatitis, Speicheldrüsenerkrankungen, Pankreas- oder Gallenwegsverschluss und weiteren Ursachen vorkommen; Lipase liefert zusätzlichen Pankreasbezug.
Referenz- und klinischer Kontext
Vorrangig sind Referenzbereich, Einheit, Probenart und Methode des untersuchenden Labors. Zahlenangaben auf dieser Seite sind als belegte Beispielbereiche oder klinische Schwellen hinterlegt.
Referenzbereich 1
>= 40 – <= 140 U/L
Population
Adults / general laboratory example
Altersbereich
18
Probenmaterial
Serum / plasma
Beispiel-Referenzbereich für Serum-Amylase
Dies ist eine belegte Referenz-/Kontextinformation und darf nicht allein als Diagnose oder Therapieentscheidung verwendet werden. Laborbericht, Medikamente und klinischer Kontext haben Vorrang.
Referenzbereiche können je nach Labor, verwendeter Methode, Alter, Geschlecht, Schwangerschaftsstatus und klinischem Kontext variieren. Der Referenzbereich in Ihrem eigenen Laborbericht hat Vorrang.
Hinweise zur Interpretation
Amylase stammt auch aus Speicheldrüsen. Bei Pankreatitisverdacht ist Lipase meist pankreasspezifischer; Werte werden mit Beschwerden und Bildgebung beurteilt.
Zugehörige Fachgebiete
Gastroenterologie
Innere Medizin
Notfallmedizin
Allgemeinchirurgie
Häufig gestellte Fragen
Nein. Laborwerte werden zusammen mit Beschwerden, Vorgeschichte, Probenbedingungen und weiteren Tests beurteilt.
Zunächst gilt der Referenzbereich des untersuchenden Labors; klinische Grenzwerte sind gesondert belegte Schwellen für einen bestimmten Zweck.
Deutlich abweichende, wiederholte, symptomatische oder unerwartete Ergebnisse sollten medizinisch beurteilt werden.