Bei Laryngitis ist der Kehlkopf, einschließlich der Stimmlippen, entzündet. Typische Beschwerden sind Heiserkeit bis zum zeitweisen Stimmverlust, Husten und ein reizendes Gefühl im Hals. Im Folgenden finden Sie Informationen zu möglichen Ursachen, typischen Symptomen, diagnostischer Abklärung und Hinweisen, wann ärztliche Hilfe angezeigt ist.
Wie entsteht Laryngitis?
Oft steht eine virale Atemwegsinfektion am Anfang. Weitere Auslöser sind stimmliche Überlastung (z. B. langes Schreien oder Singen), Allergien, Tabakrauch oder andere Reizstoffe. Seltener können bakterielle Infektionen, Reflux oder chronische Erkrankungen eine Rolle spielen.
Typische Beschwerden und Verlauf
Das Hauptsymptom ist Heiserkeit oder kompletter Stimmverlust. Häufig kommen trockener oder seltener produktiver Husten, Kratzen oder Brennen im Hals sowie schnelle Ermüdung beim Sprechen hinzu. Akute Episoden klingen meist innerhalb von Tagen bis zwei Wochen ab; anhaltende Heiserkeit über drei Wochen sollte ärztlich abgeklärt werden.
Abklärung: Wann zum Arzt und welche Untersuchungen?
Die Diagnose basiert meist auf Anamnese und Untersuchung. Bei Bedarf kann eine direkte Betrachtung der Stimmlippen (Laryngoskopie) empfohlen werden. Risikofaktoren wie Rauchen, Refluxkrankheit oder berufliche Belastungen werden erfasst; bei Auffälligkeiten erfolgt eine Überweisung an die HNO-Facharztpraxis.
Alltagsmaßnahmen, Vorbeugung und Warnsymptome
Stimmerholung, Meiden von Rauch und Reizstoffen, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Luftbefeuchtung lindern Beschwerden. Die Behandlung von Allergien oder Reflux kann Rückfälle reduzieren. Bei Atemnot, hohem Fieber, Schluckbeschwerden, blutiger Sputumproduktion oder rascher Verschlechterung suchen Sie bitte umgehend ärztliche Hilfe auf.