Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion): Allgemeine Information

Bei einer Hypothyreose bildet die Schilddrüse zu wenig Hormone. Diese Seite gibt einen Überblick über typische Ursachen, häufige Beschwerden, gängige Untersuchungen und an welche Fachrichtungen man sich wenden kann. Für individuelle Abklärung und Behandlung kontaktieren Sie bitte eine medizinische Fachkraft.

Was ist Hypothyreose und welche Ursachen gibt es?

Die Schilddrüse im vorderen Halsbereich produziert Hormone, die den Stoffwechsel, die Körpertemperatur und die Energieversorgung steuern. Eine verminderte Hormonproduktion kann durch Autoimmunerkrankungen (z. B. Hashimoto-Thyreoiditis), Operationen an der Schilddrüse, Radiojodtherapie, bestimmte Medikamente oder seltener durch Störungen der Hypophyse/Hypothalamus entstehen. Angeborene Formen gehören zu einer eigenen Gruppe.

Typische Symptome und Risikofaktoren

Die Symptome entwickeln sich oft langsam. Typische Beschwerden sind Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kältempfindlichkeit, Verstopfung, trockene Haut, Haarausfall, Muskelschwäche sowie Konzentrations- und Gedächtnisprobleme. Frauen, ältere Menschen und Personen mit Autoimmunerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko.

Diagnostik: welche Untersuchungen werden gemacht?

Die Diagnose stützt sich in erster Linie auf Blutuntersuchungen zur Bestimmung von TSH und freiem T4. Ergänzend können Schilddrüsenantikörper und eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse sinnvoll sein. Der erste Ansprechpartner ist häufig der Hausarzt oder die Innere Medizin; bei Bedarf erfolgt eine Überweisung an die Endokrinologie.

Lebensführung, Verlauf und regelmäßige Kontrollen

Regelmäßige Blutkontrollen zur Bestimmung der Hormonwerte sowie die Beobachtung der Symptome sind wichtig. Eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und ausreichender Schlaf unterstützen die Gesundheit. Besprechen Sie die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Ihrem Arzt; eine eigenmächtige Anwendung ist nicht empfehlenswert. Bei mehreren chronischen Erkrankungen sollte die Betreuung fachübergreifend koordiniert werden.

Wann sind akute Beschwerden ein Notfall?

In seltenen, schweren Fällen können Symptome wie starke Verwirrung, ausgeprägte Atemnot, starke Unterkühlung mit Bewusstseinsstörung oder sehr langsamer Herzfrequenz notfallmäßig sein. Treten solche Zeichen auf, suchen Sie umgehend den Notdienst oder die Notaufnahme auf.

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