Die allergische Bindehautentzündung ist eine Entzündung der Bindehaut infolge einer überschießenden Reaktion auf Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare. Häufige Beschwerden sind Juckreiz, Rötung und vermehrter Tränenfluss. Diese Seite bietet allgemeine Informationen zu Ursachen, typischen Symptomen, Diagnostik und praktischen Vorsorgemaßnahmen.
Was ist das und warum entsteht es?
Bei der allergischen Bindehautentzündung reagiert das Immunsystem auf ansonsten harmlose Substanzen. Die Reaktion führt zur Freisetzung von Histamin und anderen Mediatoren, wodurch sich Gefäße in der Bindehaut weiten und Entzündungszeichen entstehen. Personen mit atopischer Veranlagung sind häufiger betroffen.
Typische Symptome und Auswirkungen
Zu den typischen Beschwerden gehören starker Juckreiz, Rötung, vermehrter Tränenfluss, Brennen und ein sandiges Gefühl im Auge. Auch Lidödeme können auftreten. Die Symptomatik kann jahreszeitlich schwanken und die Schlafqualität, das Arbeiten oder den Aufenthalt im Freien beeinträchtigen.
Diagnose und welcher Facharzt hilft
Die Erstbeurteilung erfolgt durch den Augenarzt, der die Bindehaut und die Augenoberfläche untersucht. Bei Verdacht auf allergische Auslöser kann eine Überweisung an die Allergologie erfolgen; dort werden gegebenenfalls Haut-Pricktests oder Blutuntersuchungen zur Allergenbestimmung durchgeführt. Die Kombination aus Anamnese und Befunden ist entscheidend.
Vorbeugung und praktische Tipps
Eine Reduktion der Allergenexposition ist hilfreich: Aufenthalte im Freien bei starker Pollenbelastung einschränken, regelmäßig wischen und Bettwäsche waschen, Haustiere vom Schlafzimmer fernhalten und nicht an den Augen reiben. Kontaktlinsenträger sollten auf sorgfältige Hygiene achten und bei Verschlechterung den Augenarzt kontaktieren. Bei plötzlicher starker Verschlechterung, Sehverlust oder starken Schmerzen suchen Sie umgehend medizinische Hilfe.