Die Thoraxchirurgie umfasst operative Diagnostik und Eingriffe an Lunge, Pleura, Mediastinum und Brustkorb. Diese Seite erklärt, bei welchen Beschwerden eine Vorstellung sinnvoll ist, welche Untersuchungen häufig eingesetzt werden und wie Überweisungen erfolgen. Bei akuten Notzeichen suchen Sie bitte sofort die Notaufnahme auf.
Leistungsumfang der Thoraxchirurgie
Die Thoraxchirurgie befasst sich mit Lungen‑ und Mediastinaltumoren, Lungenknötchen, Pleuraerkrankungen (z. B. Pleuraerguss, Pleuraentzündung), Pneumothorax, thorakalen Verletzungen und Erkrankungen der Brustwand. Operative Eingriffe dienen sowohl der Diagnostik als auch der Therapie und werden minimalinvasiv (z. B. VATS) oder offen durchgeführt.
Diagnostik und Untersuchungswege
Die Abklärung umfasst in der Regel Anamnese, körperliche Untersuchung und Bildgebung wie Röntgen, CT und gegebenenfalls PET‑CT. Ergänzende Verfahren sind Bronchoskopie, Biopsie, Pleuraaspiration und Lungenfunktionsprüfung. Thoraxchirurgen arbeiten dabei eng mit Radiologie, Pneumologie und Onkologie zusammen.
Wann sollte man einen Thoraxchirurgen aufsuchen?
Eine fachärztliche Beurteilung ist ratsam bei anhaltendem oder zunehmendem Husten, blutigem Auswurf, unerklärlichem Gewichtsverlust, wiederkehrenden Pleuraerkrankungen oder plötzlicher starker Atemnot bzw. Brustschmerzen. Bei schweren oder plötzlichen Beschwerden sollten Sie umgehend die Notaufnahme aufsuchen.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Überweisungen
Therapiekonzepte werden häufig in interdisziplinären Tumorboards oder Fallbesprechungen festgelegt. Die enge Abstimmung mit Pneumologie, Onkologie, Radiologie und Pathologie ist wichtig, um die richtige Diagnose zu sichern, Nachsorge zu planen und ggf. gezielte Überweisungen zu veranlassen.