Die pädiatrische Kardiologie beschäftigt sich mit dem Herzen von Neugeborenen, Säuglingen und Kindern. Diese Seite erklärt, wann eine Überweisung sinnvoll ist, welche Diagnostik häufig eingesetzt wird und wie die Weiterbetreuung organisiert werden kann.
Was umfasst die pädiatrische Kardiologie?
Das Fachgebiet umfasst angeborene Herzfehler, Herzrhythmusstörungen, Probleme von Herzklappen und Herzmuskel sowie weitere kardiologische Fragestellungen im Wachstumsalter. Ärztinnen und Ärzte beurteilen Herzfunktion mittels Untersuchung, Bildgebung und Rhythmusanalysen und stimmen bei Bedarf eine interdisziplinäre Betreuung ab.
Wann ist ärztliche Abklärung erforderlich?
Eine kardiologische Abklärung ist ratsam bei anhaltender blasser oder bläulicher Hautfarbe (Zyanose), Atemnot oder rascher Erschöpfung beim Stillen/Trinken, mangelnder Gewichtszunahme, ausgeprägtem Herzrasen, Ohnmachtsanfällen oder einem dauerhaft hörbaren Herzgeräusch. Bei starker Atemnot, deutlicher Blaufärbung oder länger andauernder Bewusstlosigkeit suchen Sie bitte umgehend den Notdienst auf.
Gängige Untersuchungen und Ablauf
Beginnend mit Anamnese und körperlicher Untersuchung werden meist nicht-invasive Tests eingesetzt: Echokardiografie (Herzultraschall), Elektrokardiogramm (EKG) und Langzeit-EKG (Holter). Röntgenaufnahmen oder weiterführende Bildgebung kommen je nach Fragestellung hinzu. Viele Untersuchungen sind schmerzfrei; invasive Verfahren erfolgen nur bei klarer Indikation.
Langzeitbetreuung und Übergang ins Erwachsenenalter
Kinder mit angeborenen Herzfehlern oder nach kardialen Eingriffen benötigen regelmäßige Kontrollen. Empfehlungen zu Aktivität, Impfungen und Begleiterkrankungen werden individuell festgelegt. Ein geplanter Übergang in die Erwachsenenmedizin ist wichtig, um die kontinuierliche Versorgung sicherzustellen.