Pädiatrische Immunologie und allergische Erkrankungen befasst sich mit dem Immunsystem von Kindern, allergischen Erkrankungen (Asthma, atopische Dermatitis, Nahrungsmittelallergien, allergische Rhinitis) und wiederkehrenden Infektionen. Diese Seite gibt eine allgemeine Orientierung zu Warnzeichen, typischen Untersuchungen und zur Fachweiterleitung.
Worum geht es in diesem Fachgebiet?
Es geht um die Beurteilung der Immunfunktion, den Verdacht auf angeborene Immundefekte, die Diagnostik von Allergien und die Abklärung wiederkehrender Infektionen. Die Versorgung erfolgt häufig interdisziplinär mit Kinderärzten, Dermatologen, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten und Ernährungsspezialisten.
Warnzeichen, die eine fachärztliche Abklärung erfordern
Achten Sie auf sehr häufige oder ungewöhnlich schwere Infektionen, wiederholten Antibiotikabedarf, ausgeprägte oder weitverbreitete Hautentzündungen, wiederkehrende pfeifende Atemgeräusche oder Atemnot sowie wiederkehrende Hautausschläge oder Erbrechen nach dem Essen. Auch Wachstumsprobleme in Verbindung mit wiederkehrenden Erkrankungen können Anlass zur Abklärung geben.
Untersuchungen und gängige Tests
Die Erstbeurteilung umfasst Anamnese und körperliche Untersuchung. Je nach Befund können Blutbild, Immunglobulinspiegel, Impfantworten, Allergietests (Prick-Test, spezifisches IgE) und weiterführende immunologische Tests erforderlich sein. Die Wahl richtet sich nach Alter und klinischem Bild.
Koordination der Versorgung und unterstützende Maßnahmen
Fachärzte beraten Familien zu Diagnostik und Verlauf, organisieren bei Bedarf interdisziplinäre Betreuung und geben Hinweise zu Umfeldmaßnahmen, Ernährungsempfehlungen und Haut- oder Atemtherapie zur Symptomkontrolle.
Wann ist ärztliche Notfallversorgung nötig?
Bei schwerer Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder an Zunge/Lippen, Bewusstseinsstörungen oder rascher Verschlechterung des Allgemeinzustands sollte umgehend eine Notfallbehandlung gesucht werden. Bei Unsicherheit kontaktieren Sie die örtlichen Notdienste.