Die Chirurgische Onkologie befasst sich mit der operativen Beurteilung und Entfernung von Tumoren. Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Informationen zu Entscheidungsprozessen, präoperativen Untersuchungen, postoperativer Versorgung und zur Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen.
Aufgabenfeld der Chirurgischen Onkologie
Die Chirurgische Onkologie umfasst die OP-Planung bei Verdacht oder Nachweis eines Tumors, die vollständige Entfernung wenn möglich und die Koordination rekonstruktiver Eingriffe. Ziele können diagnostische Biopsien, kurative Operationen, palliative Maßnahmen oder Symptomkontrolle sein. Therapieentscheidungen werden häufig in interdisziplinären Tumorkonferenzen mit Medizinischer Onkologie, Strahlentherapie, Pathologie, Radiologie und Rehabilitation getroffen.
Präoperative Bewertung und Vorbereitung
Vor einer Operation werden Allgemeinzustand, Begleiterkrankungen, bildgebende Befunde und Pathologieergebnisse geprüft. Die Eignung für eine Narkose und der Nutzen-Risiko-Abwägung sind zentrale Entscheidungsfaktoren; bei Bedarf werden ergänzende Tests und Konsile veranlasst. Chirurgische Teams erklären die Operationsziele, mögliche Risiken und das weitere Vorgehen gegenüber Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen.
Postoperative Pflege und Erholung
Zu den unmittelbaren Versorgungsmaßnahmen gehören Wundversorgung, Schmerzmanagement, Infektionsprophylaxe sowie Überwachung von Atmung und Kreislauf. Der Erholungsprozess richtet sich nach dem Umfang des Eingriffs und kann Physiotherapie, Ernährungstherapie und Wundkontrollen einschließen. Die histopathologischen Befunde bestimmen, ob eine weitere Therapie oder ein spezifisches Nachsorgeprogramm nötig ist.
Überweisung: welche Fachrichtung und welche Notfälle?
In der Regel führt die Chirurgische Onkologie die Erstbewertung von tumorverdächtigen oder gesicherten Fällen durch; Therapieentscheidungen erfolgen gemeinsam mit der Medizinischen Onkologie und der Strahlentherapie. Bei rekonstruktivem Bedarf wird die Plastische Chirurgie einbezogen. Notfallsituationen wie starke Blutungen, plötzliche Atemnot, hohes Fieber oder Bewusstseinsstörungen erfordern eine sofortige Vorstellung in einer Notfallversorgung.