Was ist Uveitis?

Uveitis bezeichnet eine Entzündung der Uvea, der inneren Augenhaut. Verlauf und Ursachen sind vielfältig; bei Auffälligkeiten wie Sehstörungen oder Augenschmerzen sollte ein Augenarzt die Abklärung übernehmen.

Definition und Einteilung

Je nach Lokalisation unterscheidet man vordere (anterior), mittlere (intermediate), hintere (posterior) Uveitis oder Panuveitis (gesamte Uvea betroffen). Sie kann akut oder chronisch sowie ein- oder beidseitig auftreten. Die Einteilung beeinflusst Diagnostik und Verlaufskontrollen.

Häufige Beschwerden

Typische Symptome sind gerötetes Auge, Schmerz, Lichtempfindlichkeit (Photophobie) und verschwommene Sicht bis zu Sehverminderung. Beschwerden können plötzlich auftreten oder sich schleichend entwickeln. Bei plötzlichem Sehverlust, starkem Schmerz oder rascher Verschlechterung ist eine sofortige ärztliche Abklärung wichtig.

Ursachen und Begleiterkrankungen

Uveitis kann idiopathisch sein oder im Zusammenhang mit systemischen Erkrankungen wie rheumatischen Entzündungskrankheiten, bestimmten Infektionen, Traumata oder postoperativen Zuständen stehen. Die Suche nach einer möglichen Grunderkrankung umfasst gegebenenfalls Laboruntersuchungen und bildgebende Diagnostik.

Diagnostik und fachärztliche Zusammenarbeit

Die Erstuntersuchung erfolgt durch den Augenarzt mit Spaltlampenuntersuchung und funduskopischer Beurteilung. Ergänzende Maßnahmen können Sehschärfemessung, Augeninnendruckmessung, OCT oder weitere Bildgebung sowie labordiagnostische Tests sein. Bei Verdacht auf infektiöse oder systemische Ursachen ist die Zusammenarbeit mit Infektiologie, Rheumatologie oder Innerer Medizin üblich.

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