Krätze ist eine Hautinfestation durch die Milbe Sarcoptes scabiei. Typische Zeichen sind starker Juckreiz und Hautveränderungen; die Übertragung erfolgt vorwiegend durch engen, längeren Hautkontakt. Im Folgenden finden Sie allgemeine Informationen zu Ursachen, Symptomen, Diagnostik und zur fachärztlichen Orientierung.
Ursachen und Übertragungswege
Die Krätze entsteht durch das Eindringen und die Vermehrung von Milben in der Haut. Übertragen wird sie hauptsächlich bei engem Haut-zu-Haut-Kontakt über einen längeren Zeitraum. Leben in Gemeinschaftseinrichtungen, Pflegeheimen oder anderen engen Wohnverhältnissen erhöht das Risiko. Auch das Teilen von Textilien kann beitragen, aber direkter Kontakt ist meist ausschlaggebend.
Symptome und gefährdete Gruppen
Klinisch typisch ist intensiver, nachts verstärkter Juckreiz sowie kleine Papeln, oft mit linienartigen Tunnelspuren. Häufig betroffene Areale sind Fingerzwischenräume, Innenhandgelenke, Ellenbeugen, Brustfalten und Genitalregion; bei Kleinkindern können auch Gesicht und behaarter Kopf betroffen sein. Menschen jeden Alters können betroffen sein; bei immungeschwächten Personen und Älteren kann die Ausbreitung stärker sein.
Diagnose und klinisches Vorgehen
Die Diagnose stützt sich meist auf Anamnese und die typischen Hautbefunde. Bei Bedarf wird ein Hautabstrich oder Kratzprobe zur mikroskopischen Sicherung vorgenommen. Ärztliche Erstbeurteilung kann in der hausärztlichen Praxis oder in der Dermatologie erfolgen; unklare oder schwere Verläufe werden gegebenenfalls infektiologisch begleitet.
Wann dringend handeln und welche Fachrichtungen konsultieren?
Suchen Sie zügig ärztliche Hilfe, wenn sich Symptome rasch verschlechtern, Anzeichen einer bakteriellen Superinfektion auftreten (starke Rötung, Eiter), Fieber oder allgemeine Verschlechterung hinzukommen. Zur Erstabklärung eignen sich Hausarzt oder Dermatologe; bei komplizierten Verläufen kann die Abteilung für Infektiologie hinzugezogen werden.