Prostatitis bezeichnet entzündliche Beschwerden der Prostata, die akut oder chronisch auftreten können. Im Folgenden finden Sie eine allgemeine Übersicht zu Symptomen, möglichen Ursachen, Warnzeichen für Notfälle und welchen Facharzt man zur Abklärung aufsuchen kann.
Was versteht man unter Prostatitis und welche Formen gibt es?
Der Begriff umfasst verschiedene Entitäten: akute bakterielle Prostatitis, chronische bakterielle Prostatitis, chronisches Beckenschmerzsyndrom (nicht-bakterielle Prostatitis) sowie asymptomatische entzündliche Prostatitis. Verlauf, Beschwerdebild und erforderliche Untersuchungen unterscheiden sich je nach Form.
Typische Beschwerden und Hinweise auf einen Notfall
Häufige Beschwerden sind Schmerzen im Becken- oder Dammbereich, Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und ein schwacher Harnstrahl; auch Blut im Urin oder Beschwerden beim Geschlechtsverkehr können auftreten. Bei hohem Fieber, Schüttelfrost, plötzlicher Unfähigkeit zu urinieren oder starken Bauchschmerzen sollte unverzüglich der Notdienst aufgesucht werden.
Ursachen und Risikofaktoren
Prostatitis kann durch bakterielle Erreger entstehen, oft als Ausbreitung von Harnwegsinfektionen, oder ohne nachweisbare Infektion bestehen. Instrumentelle Eingriffe an den Harnwegen, wiederkehrende Infektionen, bestimmte Vorerkrankungen und das Alter sind mögliche Risikofaktoren.
Abklärung: welche Untersuchungen und wer behandelt?
Die Abklärung umfasst Anamnese, rektale Untersuchung, Urinanalysen, ggf. Urinkultur, Bluttests und bildgebende Verfahren. Die Urologie ist in der Regel die erste Anlaufstelle; bei komplizierten infektiösen Verläufen kann auch die Infektiologie hinzugezogen werden, und der Hausarzt begleitet oft die Erstversorgung.