Nephrotisches Syndrom

Das nephrotische Syndrom ist durch einen erhöhten Eiweißverlust im Urin (Proteinurie) und die Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe, also Ödeme, gekennzeichnet. Es kann bei Kindern und Erwachsenen auftreten; Diagnostik und Verlaufskontrollen erfolgen meist in der Nephrologie.

Was ist das nephrotische Syndrom?

Es handelt sich um ein klinisches Bild, das durch Schädigung der Glomeruli mit vermehrtem Proteinverlust aus dem Blut gekennzeichnet ist. Infolge der verminderten Albuminspiegel kommt es zur Flüssigkeitsansammlung im Gewebe und zu Ödemen; Umfang und Verlauf hängen von der zugrundeliegenden Ursache ab.

Symptome und Warnzeichen

Typische Symptome sind Schwellungen im Gesicht, an Beinen und im Bauchraum, schäumender Urin, rasche Gewichtszunahme und Müdigkeit. Dringende ärztliche Abklärung ist angezeigt bei Atemnot, plötzlich stark zunehmenden Ödemen, deutlich verringerter Harnmenge oder Fieber mit Verschlechterung des Allgemeinzustands.

Diagnostische Schritte

Erste Hinweise liefern Urinuntersuchungen zum Nachweis von Proteinurie und Bluttests zur Beurteilung von Albumin und Nierenfunktion. Weiterführend werden quantitatives Protein im Urin, bildgebende Verfahren und gegebenenfalls eine Nierenbiopsie eingesetzt. Welche Untersuchungen nötig sind, entscheidet die Nephrologie.

Ursachen und weitere Betreuung

Das nephrotische Syndrom kann primär durch glomeruläre Erkrankungen oder sekundär im Rahmen systemischer Erkrankungen, Infektionen oder als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten. Die Nachsorge umfasst regelmäßige nephrologische Kontrollen und Laboruntersuchungen; bei Kindern ist die pädiatrische Nephrologie zuständig. Je nach Befund kann eine Kooperation mit Rheumatologie, Infektiologie oder Innerer Medizin sinnvoll sein.

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