Hyperthyreose bezeichnet eine Überfunktion der Schilddrüse mit vermehrter Hormonproduktion und beschleunigtem Stoffwechsel. Diese Seite erklärt die häufigen Auslöser, typische Beschwerden, gängige Untersuchungen und welche Fachrichtungen für weitere Abklärung und Betreuung zuständig sind.
Was ist Hyperthyreose und typische Ursachen
Bei einer Hyperthyreose produziert die Schilddrüse zu viele Schilddrüsenhormone. Häufige Ursachen sind Morbus Basedow (Graves), toxischer Knotenstruma und subakute Thyreoiditis. Die Hormonüberversorgung kann Auswirkungen auf Herzfrequenz, Energiehaushalt und verschiedene Organsysteme haben.
Häufige Symptome
Typische Beschwerden sind Herzrasen, Unruhe oder Reizbarkeit, ungewollter Gewichtsverlust, vermehrtes Schwitzen, Händezittern, Schlafstörungen und Haarausfall. Zudem können Durchfälle, Menstruationsstörungen oder Muskelschwäche vorkommen. Bei Morbus Basedow können Augenveränderungen wie hervortretende Augen auftreten.
Diagnostik: Welche Tests werden gemacht?
Die Erstdiagnose erfolgt meist über Blutwerte: niedrige TSH-Werte und erhöhte freie T4-/T3-Werte. Antikörperbestimmungen können die Ursache klären. Bei Bedarf werden Schilddrüsenultraschall oder Szintigrafie durchgeführt. Die Erstuntersuchung kann durch den Hausarzt oder die Innere Medizin erfolgen; die weitere Abklärung und Betreuung übernimmt meist die Endokrinologie.
Wann ist ärztliche Notfallversorgung nötig?
Bei Brustschmerzen, starker Atemnot, Ohnmachtsanfällen, sehr schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag, hohem Fieber oder Bewusstseinsstörungen suchen Sie unverzüglich die Notaufnahme auf. Für die langfristige Betreuung ist die Endokrinologie zuständig; Augenärzte und chirurgische Fachbereiche werden je nach Befund hinzugezogen.