Beim Cushing sendromu sind die Cortisolspiegel im Körper über längere Zeit erhöht. Auf dieser Seite finden Sie eine allgemeine Übersicht zu typischen Merkmalen, möglichen Beschwerden, dem diagnostischen Vorgehen und welche Fachrichtungen beteiligt sein können. Für persönliche Diagnosen und Empfehlungen wenden Sie sich bitte an einen behandelnden Arzt.
Was ist das und welche Ursachen gibt es?
Das Cushing sendromu entsteht durch eine anhaltende Erhöhung des Hormons Cortisol. Häufige Ursachen sind eine ACTH-überproduzierende Hypophyse (sogenannte Cushing-Krankheit), Tumoren der Nebennieren oder die langfristige Einnahme von Kortikoiden. Die Ursache zu klären ist wichtig für die weitere Betreuung.
Typische Beschwerden
Beschwerden sind individuell verschieden. Charakteristisch sind ein rundes Gesicht, Fettansammlungen am Nacken und Bauch, Gewichtszunahme, Muskelschwäche in Armen und Beinen, dünne Haut mit leichter Blutungsneigung, langsame Wundheilung, Bluthochdruck, erhöhte Blutzuckerwerte und Zyklusstörungen. Ebenso können Stimmungsschwankungen, Schlafprobleme und eine verringerte Knochendichte auftreten.
Diagnostische Schritte: Tests und Bildgebung
Die Abklärung umfasst hormonelle Tests und gegebenenfalls bildgebende Verfahren. Übliche Untersuchungen sind Cortisolmessungen im Blut, 24‑Stunden‑Urin für freies Cortisol und nächtliche Speichelcortisolbestimmungen; ACTH-Messungen helfen bei der Ursachenklärung. Bei Verdacht auf Hypophysen- oder Nebennierentumoren kommen MRT oder CT zum Einsatz. Welche Untersuchungen nötig sind, entscheidet die Fachärztin/der Facharzt.
Wann ist eine dringende Abklärung nötig?
Das Cushing sendromu entwickelt sich meist schrittweise. Akute Warnzeichen, die rasche medizinische Prüfung erfordern, sind plötzlich auftretende starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, schwere Blutdruckkrisen oder deutlich entgleiste Blutzuckerwerte. In solchen Fällen sollten Notfallmedizin oder der ärztliche Bereitschaftsdienst kontaktiert werden.
Welche Fachärzte sind beteiligt?
Die Koordination der Abklärung und Nachsorge erfolgt meist durch die Endokrinologie. Je nach Ursache können Neurochirurgie, endokrine Chirurgie, Innere Medizin, Dermatologie oder Psychiatrie hinzugezogen werden. Die genaue Vorgehensweise richtet sich nach den Befunden.